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Google schließt 25 Chrome-Lücken

13.11.2013 | 15:43 Uhr |

In der neuen, stabilen Chrome-Version 31 haben die Google-Entwickler 25 Sicherheitslücken geschlossen. Für Anwendungsentwickler bietet der Portable NativeClient die Möglichkeit, nativen Code auf der jeweiligen Plattform auszuführen ohne ihn jeweils dafür kompilieren zu müssen.

Google hat seinen Web-Browser Chrome in der neuen Version 31.0.1650.48 für Windows, Mac, Linux und Chrome Frame aus dem Beta-Stadium in den Stable Channel entlassen. Vorher haben Google-Entwickler noch 25 Sicherheitslücken beseitigt. Acht dieser Schwachstellen haben externe Sicherheitsforscher entdeckt und gemeldet. Google zahlt dafür insgesamt 11.000 US-Dollar am Prämien aus. Weitere 2000 Dollar erhalten Forscher, die Lücken bereits in der Entwicklungsphase gemeldet hatten.

Der in Chrome integrierte Flash Player ist auf dem neuesten Stand und trägt die gleiche Versionsnummer (11.9.900.152) wie seine Geschwister für andere Browser. Google hat seinem Browser neue Schnittstellen für App-Entwickler spendiert, die es beispielsweise erlauben bestimmte URLs mit einer Chrome-App zu verknüpfen. So könnte etwa ein Link auf ein Dokument eines bestimmten Typs eine App starten, mit der Anwender das Dokument bearbeiten können. Chrome-Apps können nun auch auf lokale Verzeichnisse zugreifen, die der Anwender dafür freigegeben hat.

Chrome 31 unterstützt eine Untermenge des noch im Entwurfsstadium befindlichen Web-Standards „requestAutocomplete”. Damit kann der Browser etwa beim Online-Shopping automatisch Zahlungsinformationen in ein dafür vorgesehenes Formular eintragen. Diese Daten können im Google Wallet gespeichert werden oder auch im Browser.

Der Portable Native Client (PNaCl, sprich: „Pinnacle”) ist seit 2011 bekannt, soll nun aber das Experimentierstadium verlassen. Entwickler können C- oder C++-Programme schreiben, die der Browser in nativen Code für das jeweiligen System übersetzt, auf dem sie laufen sollen. Dazu müssen sie ihren Code nur einmal kompilieren, wobei eine Art Bytecode erzeugt wird. Man mag sich an Java erinnert fühlen. Im Unterschied zum PNaCl müssen Programme für den Native Client (NaCl) für die jeweilige Plattform kompiliert werden. Spiele, Bildbearbeitung, CAD und andere Ressourcen-hungrige Anwendungen können damit performanter werden, als dies mit einer Browser-App möglich wäre.

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