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Google muss 440.000 Rauchmelder zurücknehmen

22.05.2014 | 13:22 Uhr |

Aufgrund eines Software-Fehlers wurde Google von der US-Behörde für Produktsicherheit dazu verdonnert, 440.000 Nest-Rauchmelder zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten.

Anfang des Jahres hatte Google den Rauchmelder-Hersteller Nest für 3,2 Milliarden Dollar aufgekauft. Die Geräte von Nest messen nicht nur die Rauchentwicklung in Gebäuden, um Alarm zu schlagen. Ferner messen bestimmte Modelle auch die Kohlenmonoxid-Entwicklung und warnen bei zu hohen Werten. Nest-Melder lassen sich per Smartphone aus der Ferne steuern und erlauben eine gewisse Automatisierung: Sie erfassen zum Teil, wann die Bewohner das Haus verlassen und passen sich den Gewohnheiten der Bewohner an. In Zukunft wäre es denkbar, dass man sich mit seinem Google-Account aus der Ferne einloggen könnte und etwa die Raumtemperatur abrufen kann. Oder man erfährt, ob es einen Alarm gegeben hat.

Doch nach der Übernahme lief es nicht ganz so rund für Google. Einige Monate danach schaltete Google per Firmware-Update ein Feature beim Modell "Protect" ab, das den Alarm verzögern könnte. Ferner stoppte Google den Verkauf des besagten Modells und bot Kunden an, den Kaufpreis zu erstatten, wenn sie es zurückbringen.

Und jetzt, berichtet das Handelsblatt, muss Nest die intelligenten Rauchmelder auch offiziell alle zurücknehmen. Das habe die US-Behörde für Produktsicherheit beschlossen und gesagt, dass die Besitzer von 440.000 Nest-Rauchmeldern das Recht auf die Erstattung des Kaufpreises hätten. Offenbar konnte das Software-Update die US-Behörden nicht überzeugen.

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