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Google kritisiert NSA wegen Ausspähung

05.11.2013 | 11:54 Uhr |

Eric Schmidt von Google macht seinem Ärger über die US-Geheimdienstbehörde NSA Luft und reagiert damit auf Berichte, die NSA habe Google massiv ausgespäht.

Äußerst aufgebracht zeigt sich Googles Aufsichtsratsvorsitzender Eric Schmidt über die jüngste Snowden-Enthüllung, die NSA habe im großen Stil Nutzer von Google und Yahoo ausgespäht. Die Washington Post hatte dies kürzlich aufgedeckt . Im Interview mit der Zeitung sagte Schmidt, dass dies "empörend" sei, sollten die Vorwürfe tatsächlich stimmen. Es sei nicht in Ordnung, dass der US-Geheimdienst bei der Verfolgung seiner Aufgaben Maßnahmen ergriffen habe, die die Privatsphäre der Nutzer verletzen. Schmidt hält es außerdem für möglich, dass noch weitere Enthüllungen in dieser Sache folgen könnten.

"Die NSA hat vermutlich die Telefondaten von über 320 Millionen Menschen aufgezeichnet, um etwa 300 Menschen zu identifizieren, die ein Risiko darstellen. Das ist einfach eine schlechte Methode und wahrscheinlich illegal", sagte Schmidt. Er räumte ein, dass böse Menschen existieren, aber man müsse nicht die Privatsphäre jedes einzelnen US-Amerikaners verletzen, um diese zu finden.

Bei aller Aufregung und die Sorge von Schmidt über die Privatsphäre seiner Nutzer darf allerdings auch nicht vergessen werden, dass Google am NSA-Spionageprogramm Prism wissentlich teilgenommen hatte.

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