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Google kauft Winddrachen - für die schwimmende Server-Insel?

24.05.2013 | 13:59 Uhr |

Google hat Makani gekauft - ein Unternehmen, das mit Winddrachen Strom erzeugt. Die Drachen können flexibel eingesetzt werden, auch über dem Wasser. Deutet der Kauf auf Google-Pläne hin, schwimmende Rechenzentren zu bauen?

Auf der Internetseite des Winddrachen-Herstellers Makani Power befindet sich ein Hinweis, dass das Unternehmen von Google aufgekauft worden sei. Makanis Winddrachen kreisen in rund 300 Metern Höhe und gewinnen Strom aus den Winden. Die Drachen sind mit dem Boden verbunden und können in einer Art Dockingstation eingeholt werden. Vorteil gegenüber stationären Windkrafträdern sind die flexibleren Einsatzmöglichkeiten. Die Makani-Drachen kann man beispielsweise auch über dem Wasser von Seen oder Meeren betreiben.

Google braucht viel Energie für seine Rechenzentren. Und die Serverfarmen geben außerdem eine Menge Hitze ab und wollen gut gekühlt werden. Darum eigenen sich kühle Standorte für Rechenzentren. Facebook beispielsweise plante eine Server-Farm am Polarkreis zu errichten. Eine ebenfalls nicht ganz neue Idee ist die Errichtung von schwimmenden Rechenzentrums-Inseln. Das Meerwasser könnte zur Kühlung der Server eingesetzt werden. Und mit den Makani-Drachen hätte Google jetzt auch einen Energielieferanten.

Dass die Kühlung von Rechenzentren eine sehr wichtige Sache ist, zeigen auch die zahlreichen Forschungen und Versuche in diesem Bereich. So hat Google beispielsweise in South Carolina zur Kühlung der Server ein Regenwasserbecken errichtet. Um die Algen zu bekämpfen setzten die Google-Mitarbeiter Fische in dem Becken aus. Doch die leckeren Fische lockten einen nicht eingeplanten Besucher auf den Plan: einen Alligator, der nun im Rechenzentrum wohnt.

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