1968570

Google gründet einen Lösch-Beirat

11.07.2014 | 10:53 Uhr |

Google hat einen Lösch-Beirat gegründet, in dem über besonders schwierige Löschanträge nach dem Recht-auf-Vergessen-Urteil entschieden werden soll. Der Beirat hat ein prominentes Mitglied.

Der Europäische Gerichtshof hatte mit seinem "Recht auf Vergessen"-Urteil Mitte Mai per Urteil den Suchmaschinengiganten Google dazu verpflichtet, innerhalb der EU in seinen Suchergebnissen Links zu sensiblen persönlichen Daten zu löschen, wenn die betroffenen Personen dies wünschen. Kürzlich erklärte Google, dass bereits über 260.000 solcher Löschanträge eingegangen seien.

Um besonders schwierige Fälle soll sich künftig ein Lösch-Beirat kümmern, den Google nun ins Leben gerufen hat. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine. Googles Chefjustiziar David Drummond gibt die Gründung dieses Lösch-Beirats in einem Gastbeitrag bekannt, der am Freitag sowohl in der FAZ als auch in anderen großen europäischen Zeitungen erschienen ist.

Demnach sollen dem achtköpfigen Lösch-Beirat diverse Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Datenschutz, Medien, Technologie und Zivilgesellschaft angehören. Deutschland ist über die ehemalige liberale Bundesjustizministerin Sabind Leutheusser-Schnarrenberger in dem Beirat vertreten. Ab Herbst werde der Beirat öffentliche Sitzungen in ganz Europa abhalten. Dabei soll der Beirat Empfehlungen für das Vorgehen bei schwierigen Löschanträgen erarbeiten und dabei auch die damit verbundenen Folgen für die Internetnutzer, Verlage und die Betroffenen berücksichtigen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1968570