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Google findet bis zu 10.000 verseuchte Seiten pro Tag

26.06.2013 | 13:32 Uhr |

Ab sofort zeigt Google in seinem Transparenzbericht nicht nur Regierungsanfragen nach Nutzerdaten, sondern auch Malware-Schleudern und wie lange Webmaster brauchen, um ihre Seite wieder sicher zu machen.

Täglich findet Google bis zu 10.000 Webseiten, die Malware verbreiten. Der Suchmaschinenbetreiber münzt dieses Wissen in Warnungen an User um, welche gerade dabei sind, eine der verseuchten Seiten zu besuchen. Ab sofort integriert Google die gesammelten Malware-Herde in seinen Transparenzbericht. Dort finden Sie ab sofort den Bereich "Safe Browsing". Dort finden Sie beispielsweise eine Statistik, die verrät, an welchem Tag wie viele Warnungen von Google ausgegeben wurden. Ein Klick auf "Weitere Informationen" unter der Statistik erklärt die Spitzen des Diagramms. So erfahren Sie etwa, dass am 2. Juni 2013 eine Kampagne auf Schwachstellen in Java und Acrobat Reader gezielt und 7.500 Webseiten infiziert hatte. Über 75 Millionen Nutzer haben damals Malware-Warnungen von Google bekommen.

Eine weitere Statistik gibt Auskunft über das Verhältnis und Auftreten von Malware-Seiten zu Phishing-Seiten. Sie zeigt, dass Funde Malware-verseuchter Webseiten deutlich häufiger sind als Phishing-Fallen. Wie gehabt, verrät ein Klick auf "Weitere Informationen" Details. Interessant ist auch die unterste Statistik. Sie zeigt, wie lange betroffene Webmaster nach einem Hinweis von Google gebraucht haben, die Probleme zu beheben. Google schickt den Webseiten-Betreibern spezifische Anleitungen, wie die Sicherheitslecks zu beseitigen sind. Die durchschnittliche Reaktionszeit sank 2008 von rund 90 auf etwa 20 Tage. Zuletzt brauchten Webmaster im Schnitt 30 Tage, um die Malware-Schleuder von ihrer Seite zu entfernen.

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