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Google Play: Neue Regeln für Gratis-Apps gelten jetzt

21.07.2014 | 12:11 Uhr |

Google ändert auf Google Play die Regeln für das Anbieten von Android-Apps. Kostenlose Apps dürfen dort nicht mehr mit "gratis" angepriesen werden, wenn sie In-App-Käufe bieten. Dummerweise gilt die Anti-Gratis-Regel aber für alle Apps.

Auf Google Play dürfen künftig Spiele und Apps für Android von den Herstellern nicht mehr mit "gratis" angepriesen werden, wenn für sie kostenpflichtige Inhalte oder Upgrades angeboten werden. Diese Änderung führt Google nun durch und richtet sich damit auch an die Vorgaben der Europäischen Kommission.

Die Europäische Kommission hatte Ende vergangener Woche die neue Richtlinie mit dem Titel "In-App-Käufe: besserer Schutz der Nutzer von Online-Spielen dank des gemeinsamen Vorgehens von Europäischer Kommission und Mitgliedstaaten" veröffentlicht. Wichtigste Punkte: Die mit "gratis" beworbenen Spiele dürfen die Konsumenten nicht über die tatsächlich anfallenden Kosten täuschen und in den Spielen dürfen Kinder nicht direkt dazu aufgefordert werden, kostenpflichtige Inhalte zu erwerben. Außerdem müssen die App-Anbieter den Konsumenten eine Mail-Adresse zur Verfügung stellen, an die sie sich im Falle von Fragen und Beschwerden wenden können.

Google hat sich selbst verpflichtet, die Richtlinie der EU-Kommission zu befolgen und hat bereits dementsprechend Änderungen auf Google Play vorgenommen. So finden sich dort beispielsweise keinerlei "Kostenlos"-Ranking-Listen mehr. Und bei den Apps wurde der Zusatz "gratis" entfernt. Statt "gratis" erscheint dort, wo bei anderen Apps der Preis eingeblendet wird, eine leere Fläche.

Das ist allerdings auch zum Nachteil von wirklich kostenlosen Apps, die in keinster Weise hervorgehoben werden. Stattdessen müssen Google-Play-Nutzer nun in den Übersichtsseiten die genaueren Details zu einer App aufrufen, um feststellen zu können, ob diese kostenlos mit oder ohne In-App-Käufen angeboten wird.

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