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Google Glass darf nicht weiterverkauft werden

18.04.2013 | 10:42 Uhr |

Wer seine Google-Brille verleiht oder verkauft, läuft Gefahr, dass diese von Google aus der Ferne deaktiviert wird. Support und Garantie sind dann ebenfalls gestrichen.

Wie die Wired berichtet , untersagt Google in seinen Nutzungsbestimmungen den Weiterverkauf oder das Verleihen von Google Glass, der Augmented-Reality-Brille aus Mountain View. Das gelte zumindest für die limitierte Zahl der Brillen, welche für 1.500 US-Dollar das Stück bereits verkauft wurden. Wer seine Google Glass-Brille an Dritte weitergibt - ohne Google um Erlaubnis zu fragen - muss damit rechnen, dass Google die Brille aus der Ferne deaktiviert. Eine Preiserstattung gebe es diesem Fall nicht. Ebensowenig habe man in diesem Fall Anspruch auf Support. Gegenüber Wired wollte Google keinen Kommentar dazu abgeben.

Wired will von einem Mann aus Philadelphia erfahren haben, der seine noch nicht erhaltene Google-Brille kurzzeitig bei Ebay zum Verkauf angeboten habe. Aufgrund der Limitierung und des Medienechos habe er sich gedacht, dass er mit dem Verkauf nicht wenig Geld verdienen könne. Tatsächlich soll der Ebay-Preis der 1.500-Dollar-Brille auf 90.000 Dollar geklettert sein. Doch als er von dem Verkaufsverbot erfahren hat, will er die Auktion von sich aus abgebrochen haben. Weder Google noch Ebay haben ihn kontaktiert, sagt er. Er habe jedoch Angst bekommen und wolle seine limitierte Brille jetzt nicht verlieren.

Der Fall zeigt, dass Hardware-Hersteller wie schon länger Software-Entwickler theoretisch ihre Produkte auch lange nach dem Kauf aus der Ferne unbrauchbar machen können. So wurde beispielsweise Ende letzten Jahres der Kindle einer Nutzerin aus der Ferne gelöscht - ohne Vorwarnung.

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