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Google Doodle ehrt Claude Debussy zum 151. Geburtstag

22.08.2013 | 14:09 Uhr |

Claude Debussy war eine französischer Komponist und einer der wichtigsten Begründer des Impressionismus. Seine Werke unterscheiden sich maßgeblich von der damaligen europäischen Harmonielehre. Heute wäre der Komponist 151 Jahre alt geworden. Google widmet dem Komponisten am Donnerstag ein bewegtes Google Doodle.

Google erinnert mit einem Google Doodle am Donnerstag an den französischen Komponisten Claude Debussy. Zu sehen ist eine Stadt in der Dunkelheit, bei Mondschein. Es herrscht reger Verkehr in dieser nächtlichen Stadtszene und das Lied, das im Hintergrund läuft heißt "Clair de Lune" von Claude Debussy. Wir erklären Ihnen, wieso Google heute dieses Motiv gewählt hat.

Kindheit und Jugend - Der Weg zur Musik


Am 22. August 1862 wurde Achille-Claude Debussy als erstes von fünf Kindern und als Sohn eines Porzellan-Händlers im französischen Saint-Germain-en-Laye geboren. Die Schule besuchte er nie, Grundzüge des Schreibens und Lesens brachte ihm seine Mutter bei. Als Kind ging er oft mit seinem Vater in die Operette und mit zehn Jahren begann er Klavierunterricht zu nehmen, teilweise finanziert durch seinen Paten, teilweise durch Madame Mauté de Fleurville, die behauptete eine Schülerin Chopins   gewesen zu sein.


13 Jahre lang studierte Debussy Musik, gewann in der Zwischenzeit auch einige renommierte Preise. Er galt als erfolgreicher Pianist, gewann zwei Mal bei den Pariser Konservatoriums-Wettbewerben, entwickelt sich dann aber laut einem Chronist wieder zurück und wurde zunehmend erfolgloser als Pianist.


Aus dem Pianisten Debussy wird ein Komponist


Auf der Weltausstellung 1889 in Paris wurde Debussy auf die russischen, die javanischen und die arabischen Musikstrukturen aufmerksam. Sie faszinierten ihn so sehr, dass er fortan versuchte Komponist zu werden und die südostasiatische Musik in europäische Klangstrukturen zu adaptieren, beispielsweise durch die Verwendung der Ganztonleiter und dem Weglassen einer zielgerichteten Auflösung harmonischer Spannungen. Seine Musik, beziehungsweise seine ganz eigene Tonsprache wurde daher von seiner Umgebung als fremdartig, schwebend und sphärisch wahrgenommen. Schuld daran waren hauptsächlich die Einflüsse der volkstümlichen Gamelan-Musik von der Insel Java.


Er selbst sagte damals über seine Musik: "Ich habe eine andere Vorstellung von der dramatischen Form: Die Musik beginnt da, wo das Wort unfähig ist, auszudrücken. Musik wird für das Unaussprechliche geschrieben; ich möchte sie wirken lassen, als ob sie aus dem Schatten herausträte und von Zeit zu Zeit wieder dahin zurückkehrte; ich möchte sie immer diskret auftreten lassen.“


Seinerzeit störten sich viele an den damals als "disharmonisch" geltenden Klängen, ausgelöst durch die vielen Dissonanzen. Heutzutage würde niemand mehr seine Musik als Provokation oder als störend empfinden. Debussy hat die Einstellung zur Musik also nachhaltig geprägt und wird deshalb heute von Google mit einem liebevollen Doodle geehrt.


Einen Eindruck von Debussys wichtigsten Werken erhalten Sie hier:


"Pelléas et Mélisande"


"La Mar"

"Clair de Lune"


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