1940580

Google Chrome bald ohne URL-Anzeige?

06.05.2014 | 10:41 Uhr |

Google spielt offenbar mit dem Gedanken, in Google Chrome künftig keine URL-Adressen mehr in der Omnibox anzuzeigen. Doch was bringt das wirklich?

In den aktuellen Vorabversionen von Google Chrome ("Canary") ist eine neue experimentelle Funktion gesichtet worden. Diese Funktion sorgt dafür, dass in der Omnibox nicht mehr die komplette URL der aktuell geöffneten Website angezeigt wird. Wir konnten die Funktion nach Eingabe von

chrome://flags/#origin-chip-in-omnibox

auch in Google Chrome 34 aktivieren. Die Funktion trägt die Bezeichnung "Herkunftschip in Omnibox aktivieren". Ist die Funktion aktiviert, dann wird in der Omnibox nicht mehr die URL angezeigt, sondern nur noch der Hostname (siehe auch Screenshot in diesem Artikel). Aus der langen und nur schlecht lesbaren URL

http://www.pcwelt.de/ratgeber/WLAN__Diese_Einstellungen_beschleunigen_den_Router-Router-Geheimnisse-7939660.html

wird so einfach

pcwelt.de

Die Nutzung dieses Herkunftschips (Origin Chip) hat für Anwender zunächst einmal den Vorteil, dass sie sofort auf einem Blick sehen können, auf welcher Website sie sich befinden. Auch Phishing-Attacken werden so erschwert, denn der Anwender erkennt, ob er sich beispielsweise auf der echten oder gefälschten Paypal-Seite befindet.

Andrerseits: Vom Ausblenden der URL und dem dadurch frei werdenden Platz in der Omnibox profitiert auch Google. Denn Anwender könnten dadurch verstärkt animiert werden, Suchbegriffe in die Omnibox einzugeben. Wovon letztendlich Google profitieren würde.

Anzumerken bleibt, dass die Funktion derzeit nur experimenteller Natur ist. Sollte sich Google dazu entschließen, diese Funktion standardmäßig in den Browser einzubauen, dann dürfte sie sich per Schalter auch wieder abschalten lassen. Ansonsten genügt auch ein Klick auf den Hostnamen, um die vollständige URL wieder einzublenden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1940580