Google warnt vor potenziell gefährlichen Websites

Montag den 07.08.2006 um 12:22 Uhr

von Markus Pilzweger

Bei jeder Anfrage über Suchmaschinen setzen sich Anwender der Gefahr aus, über die Ergebnisliste auf einer Website zu landen, die versucht, Spyware oder andere Malware auf den Rechner zu laden. Google will seine Anwender vor dieser Gefahr nun besser schützen.
Im Internet existieren unzählige Websites nur aus einem Grund: Sie sollen Malware aller Art auf die Rechner derjenigen laden, die die Website besuchen - sei es durch Ausnutzung diverser Browser-Sicherheitslücken oder durch infizierte Downloads. In der Regel landen Anwender nur zufällig auf solchen Sites, etwa weil sie einen Link darauf per Mail erhalten haben, oder sie die Adresse über eine Suchmaschine gefunden haben. Genau dort setzt eine neue Funktion von Google an, die Anwender warnen soll, wenn sie versuchen, über die Suchergebnisse auf eine potenziell gefährliche Seite zuzugreifen.

Bei dieser Warnfunktion arbeitet Google mit der Nonprofit-Organisation Stop Badware Coalition zusammen, die von der Harvard-Universität und der Universität von Oxford geführt und von den Unternehmen Google, Lenovo und Sun Microsystems unterstützt wird. An diese Organisation können Anwender Web-Seiten melden, von denen sie vermuten, dass sie Besuchern bösartigen Code oder verseuchte Downloads unterschieben wollen. Wird die Stop Badware Coalition bei der Überprüfung der gemeldeten Site fündig, wird diese in eine Datenbank aufgenommen - Anwender erhalten dann einen Warnhinweis , sobald sie über die Trefferliste von Google auf diese Site zugreifen möchten.

Sind die Überprüfungen abgeschlossen, soll die eher allgemein gehaltene erste Stufe der Warnung durch eine weitere Site (siehe Bild) ersetzt werden, die genauere Informationen zu der jeweiligen Site und der darauf befindlichen Malware bereit stellt, so die Organisation. Es wird allerdings weiterhin den Anwendern überlassen, ob sie die Seite besuchen möchten, oder nicht.

Doch offensichtlich ist der Dienst noch nicht vollständig bei Google integriert. Denn wird über Google nach der auf der Beispiel-Warnseite angegebenen Adresse "themexp.org" gesucht, erfolgt (noch) kein Warnhinweis, sobald man auf den Link zu der laut der Stop Badware Coalition verseuchten Site klickt. Sucht man hingegen nach "Asta-Killer", erhält man sogar eine Warnung auf Deutsch (siehe Bild).

Das Auffinden bösartiger Websites über Suchmaschinen ist mittlerweile offenbar ein gewaltiges Problem: Untersuchungen von Siteadvisor zufolge gelangen US-Anwender über die fünf großen Suchmaschinen monatlich rund 285 Millionen Mal auf derartigen Sites.

Montag den 07.08.2006 um 12:22 Uhr

von Markus Pilzweger

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