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Google Maps droht Ärger in China

13.07.2010 | 10:21 Uhr |

Der Streit um die Suchmaschinen-Lizenz in China ist kaum beendet, schon steht neuer Ärger vor der Tür. Diesmal geht es um Google Maps.

Erst vor wenigen Tagen hat China den monatelangen Streit mit Google beendet . Google weigerte sich Suchergebnisse zu zensieren, die China-Abteilung des Suchmaschinengiganten zog kurzerhand ins weniger reglementierte Hongkong um. Die Antwort der chinesischen Regierung: Bis zuletzt war man nicht bereit, Google die in China notwendige Suchmaschinen-Lizenz für ein weiteres Jahr auszustellen.

Wie das Handelsblatt berichtet, scheint der Streit nun aber in die zweite Runde zu gehen. Erst vor kurzem habe China nämlich Richtlinien für Online-Kartendienste erlassen. 23 Dienste habe die Regierung bereits zugelassen - Google Maps sei nicht darunter, heißt es. Der chinesische Anbieter Baidu - Googles härtester Konkurrent in China - sei jedoch unter den lizenzierten Unternehmen, sagt die Nachrichtenagentur Reuters.

Militärische und andere strategisch wichtige Einrichtungen werden von Google Maps auf Wunsch zensiert. Kritiker vermuten daher vielmehr, dass sich Chinas Regierung vor systemkritischen Google-Maps-Nutzern fürchtet. In der Vergangenheit gab es wiederholt Ärger mit Karten-Markern, die beispielsweise den Ort inhaftierter systemkritischer Blogger anzeigten.

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