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Google verschiebt erneut Release seines modularen Smartphones Ara

18.08.2015 | 12:59 Uhr |

Mit Project Ara plant Google ein Smartphone, das aus einzelnen Modulen (CPU, RAM, Kamera, etc.) besteht und individuell vom Nutzer zusammengesteckt werden kann.

Eigentlich sollte das modulare Smartphone von Google - Project Ara - noch 2015 in den Handel kommen . Das Konzept von Ara klingt höchst spannend: Der Smartphone-Nutzer kann sich sein Ara-Smartphone aus Modulen nach Wunsch selbst zusammenstecken. Wer etwa viel Wert auf Fotografie legt, wählt ein hochwertiges Foto-Modul. Wer lieber schnell surft, steckt sich mehr RAM in sein Smartphone und entscheidet sich für eine flotte CPU. Das Ara-Phone ist somit auch aufrüstbar. In die Jahre gekommene Modelle müsste man - bei gesichertem Nachschub aktueller Module - nicht mehr wegwerfen oder verkaufen, sondern könnte sich einfach eine aktuelle CPU-Grafik-Einheit einstecken. Das könnte Umwelt und Geldbeutel schonen.

Der Rahmen von Ara soll von Google kommen, ebenso wie einige Module. Doch sollen es vor allem Drittanbieter werden, die weitere Module herstellen und anbieten können. Denkbar wäre so - genügend Auswahl vorausgesetzt - ein sehr individuelles Smartphone, das nur selten genau wie ein anderes Ara-Phone bestückt wäre.

Doch Interessierte mussten nun eine bittere Pille schlucken. Project Ara soll nicht mehr, wie zuerst angekündigt, 2015 in den Handel kommen, sondern erst 2016. Und dann auch erstmal nur in einigen ausgewählten Gebieten der USA (zuvor wollte man zum Testen in Puerto Rico starten) - wann der Rest des Welt folgt, ist noch unklar. Es seien, so der Tweet des Teams - mehr Schritte notwendig, als ursprünglich gedacht. Das ist bereits die zweite Verschiebung - eigentlich sollte das Smartphone schon Anfang 2015 erscheinen, dann war nur noch von 2015 die Rede und schließlich ist 2016 daraus geworden.

Video: Google Project Ara - Erster Blick
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