97186

Google verbannt gekaufte Links

19.08.2007 | 13:56 Uhr |

Gekaufte Verlinkungen, welche die Platzierung in Googles Suchindex manipulieren, könnten den Suchmaschinenbetreiber zu einer Überarbeitung des eigens entwickelten Algorithmus zwingen.

Die Anzahl der Links, die auf eine Webseite verweisen, hat großen Einfluss auf die Platzierung der betreffenden URL in Googles Suchmaschine. Diese Tatsache hat in der Vergangenheit immer mehr Webseitenbetreiber dazu verleitet, die Linkpopularität des eigenen Angebots durch gekaufte Links zu erhöhen. Die vor einigen Jahren noch populären Linkfarmen, die lediglich aus Hyperlinks bestanden und so den Zielseiten eine höhere Popularität bescheren sollten, hat Google inzwischen verbannt. Mehr noch als die Anzahl der Verknüpfungen beeinflusst deren Qualität die entsprechende Listung beim Suchmaschinenbetreiber. Links, die von Webseiten aus dem thematischen Umfeld stammen oder als besonders seriös angesehen werden, führen zu einer hohen Bewertung. So verwundert es kaum, dass gerade die Startseiten von Universitäten mit Links zu externen Webseiten gespickt sind, für die im Gegenzug eine finanzielle Vergütung erfolgt.

Der in den letzten Monaten entstandene Handel mit derartigen Links könnte unter Umständen als Verstoß gegen die Qualitätsrichtlinien von Google gewertet werden. Der Marktführer für Suchmaschinen ruft daher zur Meldung von Websites mit bezahlten Links auf, um seinen Suchalgorithmus zu verbessern. Auch Weblogs stehen im Blickfeld dieser Aktion. Die bisher als seriös geltenden Blogs wurden durch den Einsatz einer unseriösen Software mit unzähligen Kommentaren versehen, die Links zu den zahlenden Internet-Auftritten generierten: "Nach unserer Beobachtung haben Weblogs durch diesen Link-Spam ihre hohe Relevanz für die Linkpopularität einbüßen müssen", bedauert Christian Mauer, Geschäftsführer der auf Suchmaschinen-Optimierung spezialisierten SUMO GmbH .

Ob Google jedoch die grundlegende Zusammensetzung seines Algorithmus ändern wird, bleibt abzuwarten. Die Linkpopularität galt bis jetzt als nützliches Indiz für die Relevanz der aufgelisteten Suchergebnisse.

0 Kommentare zu diesem Artikel
97186