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Linux-Systeme für Handys geplant

Während Linux als mobiles Betriebssystem in den asiatischen Ländern große Erfolge feiert, dominieren hierzulande Symbian und Windows Mobile die Smartphone-Landschaft. Das könnte sich bald ändern, denn mit Google und ARM Ltd. treten zwei neue Schwergewichte in den Ring, die mit mobilen Linux-Derivaten bei den Verbrauchern punkten wollen.

Sei Monaten kursieren Gerüchte, Google würde ein eigenes Mobiltelefon entwickeln. Derzeit ist allerdings unbekannt, ob es in Konkurrenz zu Apples iPhone steht oder doch eher dem Internet-Tablet N800 von Nokia ähnlich. Zudem ist unklar, ob es sich um eine Eigenentwicklung handelt oder bei einem etablierten Hersteller in Auftrag gegeben wurde. Da sich Google mit Informationen zurück hält, mehren sich die Spekulationen.

Aktuell sieht es so aus, als konzentriere sich der Internet-Riese auf eine neue Strategie: unbestätigten Angaben zufolge arbeitet das Unternehmen an einem Betriebssystem für Mobiltelefone.

Nach Aussage eines Managers, der aus naheliegenden Gründen nicht genannt werden möchte, plant Google die Entwicklung eines offenen Linux OS als Alternative zu Windows Mobile. Das System soll die Web-basierten Google-Anwendungen aufs Handy bringen ? und die von Google geschalteten Werbeanzeigen. Denn wie das Unternehmen bereits mehrfach betonte, liegen derzeit die größten Chancen für Wachstum im mobilen Markt.

Einem Bericht der New York Times zufolge, arbeiten die Entwickler bereits seit zwei Jahren an einem Handy-Betriebssystem auf Linux-Basis. Die Früchte ihrer Arbeit sollen bereits Ende dieses Jahres vorgestellt werden, Anfang 2008 erwarte man erste Produkte mit dem Linux-System im Handel.

Während Google über seine Linux-Pläne Verschwiegenheit bewahrt, spricht Bob Morris vom Halbleiter-Hersteller Advanced RISC Machines (ARM) auf der jährlichen Entwicklerkonferenz in Sant Clara offen über die Absicht, eine Linux-Entwicklerplattform für ARM-basierte mobile Endgeräte zur Verfügung zu stellen.

Sie soll vom finnischen Unternehmen Movial entworfen werden und ein an ARM angepasstes Gnome als Oberfläche sowie eine mobile Firefox-Variante als Webbrowser enthalten. Montavista, Marvell, Samsung und Texas Instruments unterstützen die Pläne. Anfang 2008 soll die Plattform der Öffentlichkeit präsentiert werden. Erste Endgeräte, die mit dem Linux arbeiten, erscheinen frühestens 2009 auf dem Markt.

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