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Google Street View: Städte und Gemeinden wollen Geld

08.02.2010 | 19:40 Uhr |

Deutschlands Städte sind knapp bei Kasse, Google dagegen hat viel Geld. Deshalb wollen die Kommunen nun Geld von Google kassieren – für den Einsatz von Google Street View.

Google Street View ist vielen deutschen Kommunen aus Datenschutzgründen schon länger ein Dorn im Auge – am liebsten möchte man die Google-PKWs mit den Kameras auf dem Dach aus den Städten fernhalten. Doch nun haben Deutschlands notorisch klamme Gemeinden eine neue Seite an Google Street View entdeckt – sie wollen Google Street View als Einnahmequelle nutzen, wie Die Welt online berichtet .

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, äußerte sich gegenüber den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ folgendermaßen: „Aufnahmen von Straßen, Wegen und Plätzen sollten an die Zustimmung der Kommune geknüpft werden“. Für diese Genehmigung schweben den Kommunen dann Sondernutzungsgebühren vor. Einen ersten Versuch in diese Richtung gibt es bereits: Die Gemeinde Ratingen bei Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen will demnach von Google 20 Euro für jeden Kilometer Straße kassieren, der für Google Street View fotografiert wird.

Landsberg betonte allerdings, dass man für die Verwertung der Aufnahmen die individuelle Zustimmung der Eigentümer einholen müsse, was Google vor einen ziemlichen Aufwand stellen würde.

Das Google Street View-Feature gibt es bereits für etliche Städte außerhalb Deutschlands - Sie können es über das orangefarbene Männchensymbol in Google Maps nutzen.

Finden Sie das Vorgehen der Gemeinden richtig? Soll Google für die Fotos von Google Street View bezahlen? Diskutieren Sie das im Forum .

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