Google soll 5 Millionen Dollar zahlen

Sicherheit von Google-Diensten in Frage gestellt

Mittwoch den 18.03.2009 um 14:16 Uhr

von Benjamin Schischka

Zitat: Cloud-Computing sicherer als lokale Festplatten
Vergrößern Zitat: Cloud-Computing sicherer als lokale Festplatten
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Eine Organisation, die sich für Datensicherheit einsetzt, wirft Google Sicherheitslücken vor. Der Suchmaschinenbetreiber soll Google Mail und Google Docs bis auf weiteres einstellen.
Die 1994 gegründete Organisation EPIC (Electronic Privacy Information Center), die sich für elektronische Datensicherheit einsetzt, kritisiert Googles Sicherheitsbestimmungen. EPIC hat die US-Behörde FTC (Federal Trade Commission) aufgefordert, zu überprüfen, ob Google die Sicherheit der via Cloud-Computing gespeicherten User-Daten seiner Dienste gewährleisten kann. Als Cloud-Computing bezeichnet man auf externe Server ausgelagerte Anwendungen, die über das Internet genutzt werden. In dem 15seitigen Dokument an die FTC fordert EPIC auch die Stilllegung von Google Mail & Co., bis die Sicherheitslage geklärt sei.

Bislang hat sich Google nicht detailliert zu den Vorwürfen geäußert, man verfüge aber über Vorkehrungen die den Schutz der Daten gewährleisten sollen. Cloud-Computing sei sicherer als das Speichern auf der lokalen Festplatte, hieß es sogar seitens Google. Doch erst vor rund einer Woche hatten Fremde über eine Sicherheitslücke Zugriff auf Google-Docs-Dokumente .

EPIC plädiert für eine Verschlüsselung der Google-Docs-Dateien, die bislang noch fehlt. Außerdem fordert die Organisation Google zu einer Spende von 5 Millionen Dollar auf. Das Geld soll der Erforschung von Sicherheitstechnologien zu Gute kommen.

Mittwoch den 18.03.2009 um 14:16 Uhr

von Benjamin Schischka

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