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Google schließt Partnerschaften mit Ruanda und Kenia

20.03.2007 | 10:38 Uhr |

Microsoft setzt sich bereits seit längerem verstärkt in Entwicklungsländern ein, nun ist auch Google auf den Geschmack gekommen. Das Unternehmen hat Partnerschaften mit Ruanda und Kenia abgeschlossen, die tausenden Studenten dieser Länder den kostenlosen Zugriff auf Google Apps ermöglichen wird.

Wie gewinnt man Kunden von morgen? Indem man sie so früh wie möglich mit seinen eigenen Produkten vertraut macht, so dass sie später fast zwangsläufig zu Angeboten einer bestimmten Firma greifen. Was Microsoft bereits erfolgreich exerziert hat, versucht nun auch Google. Um die Verbreitung seiner Kommunikations- und Office-Tools, die unter Google Apps vereint sind, voranzutreiben, hat das Unternehmen nun Vereinbarungen mit Ministerium für Infrastruktur in Ruanda sowie dem Education Network in Kenia geschlossen.

Demnach werden künftig in Ruanda knapp 20.000 Studenten der Nationalen Universität, dem Kigali Institut für Bildung sowie dem Kigali Institut für Wissenschaft und Technologie kostenlos auf Google Apps zugreifen können. In Kenia werden es 50.000 Studenten der Universität von Nairobi sein, wie Google mitteilt . Bei der Education-Version von Google Apps handelt es sich um eine gegenüber der Premier Edition leicht abgespeckte Variante . Google Apps Premier Edition kostet normalerweise 50 Dollar pro Jahr und Nutzer.

Google Apps besteht unter anderem aus den Anwendungen Google Mail, Google Calendar, Google Talk und Google Docs & Spreadsheets und wird unter der jeweiligen Domain der Universitäten eingerichtet. Der Aufwand für die Integration von Google Apps soll sich für die IT-Verantwortlichen in Grenzen halten, alle Anwendungen werden dabei von Google gehosted. Gerade in Entwicklungsländern kann ein solches Angebot durchaus interessant sein, da den Bildungseinrichtungen in der Regel die Gelder fehlen, aufwändige, eigene Serverparks anzuschaffen. Mit Hilfe von Google Apps erhalten sie somit eine umfassende Kommunikationslösung die nahezu nichts kostet. Studenten können somit etwa Mail-Adressen mit der Domain ihrer Universität erhalten, sich mit ausländischen Kollegen per Google Talk austauschen oder zusammen per Docs & Spreadsheets an Projekten arbeiten.

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