08.05.2012, 16:35

Benjamin Schischka

Las Vegas

Google schickt Roboter-Autos in die Wüste Nevadas

Las Vegas Sun

Laser, Radar, Kamera – die hochgerüsteten Google-Autos kurven ohne Fahrer durch die Wüste. Dafür wurde extra ein Gesetz erlassen.
Dass Google selbstfahrende Roboter-Autos baut, ist nichts Neues. Der Konzern rüstet etwa Fahrzeuge vom Typ Toyota Prius mit Kamera, Radar, Laser und ordentlich Rechenkraft aus. Anhand der gesammelten Daten aus den Kameras und anderen Sensoren berechnet das Google-Auto etwa die Entfernung zum Vordermann und bremst dann selbstständig ab, wenn die Entfernung zu klein wird. Per GPS berechnet das Auto seine Position – wie mit einem klassischen Navi.
Doch Google belässt es nicht nur bei Testfahrten auf abgezäuntem Gelände. Der Suchmaschinengigant hat auch schon Roboterrennen von seinen Autos fahren lassen. Und seit kurzem darf Google seine Autos ganz offiziell auf den Straßen von Nevada fahren lassen. Der US-Bundesstaat, in dem Las Vegas liegt, ist der erste, der das erlaubt. Das berichtet die Las Vegas Sun. Für die Genehmigung musste extra ein Gesetz in Nevada erlassen werden. Es knüpft aber die Bedingung, dass immer zwei Personen im Roboter-Auto sitzen. Diese sollen im Notfall reagieren – einer hinter dem Steuer, einer als Beifahrer.
Laut der Las Vegas Sun besteht Googles Roboter-Auto-Flotte derzeit aus acht Fahrzeugen: sechs Toyota Prius, ein Audi TT und ein Lexus RX450h. Als Besonderheit haben die Fahrzeuge einen roten Hintergrund auf dem Nummernschild und ein Unendlichkeitssymbol auf der linken Seite des Schildes. Das ist eine auf dem Bauch liegende Acht.
Das Ziel von Google: Durch ein perfekt ausgeklügeltes System Unfälle vermeiden. Denkbar wäre außerdem ein intelligentes Car-Sharing-System, bei dem die Autos zur Schonung der Umwelt die kürzestmögliche Strecke zurücklegen und dabei möglichst viele Personen mitnehmen.
Wahrscheinlich geht es Google aber auch um einen riesigen Werbemarkt und um ganz viele Daten, die man mit den Roboter-Autos sammeln kann. Was glauben Sie?
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