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Google manipuliert Suchergebnisse

01.07.2015 | 05:05 Uhr |

Einer aktuellen Studie zufolge bevorzugt Google bei lokalen Suchergebnissen die eigenen Beiträge.

Dass Google bei der Anzeige von Suchergebnissen nicht immer fair ist, ist keine neue Anschuldigung. Erneut untermauert wird die Vermutung durch eine aktuelle Studie . Michael Luca, Professor an der Harvard Business School und Tim Wu, Professor an der Columbia Law School, haben zusammen mit dem Data Science Team von Yelp die Praktiken von Google unter die Lupe genommen. Dabei sind die Forscher zu dem Ergebnis gekommen, dass Google die lokalen Suchergebnisse zugunsten von eigenen Inhalten in der Reihenfolge vertauscht.

Stein des Anstoßes ist dabei vor allem die sogenannte OneBox von Google. Hier werden optisch über den restlichen Suchergebnissen Unternehmen aus der Umgebung in einer Link-Liste mit Adresse dargestellt, wofür Google auf sein soziales Netzwerk Google+ zurückgreift. Im Rahmen der Studie testeten die Forscher die Reaktion von Nutzern auf die Suchergebnisse mit und ohne die OneBox.

Laut dem Fazit der Studie könnten durch die Einbindung dieser Box sehr viel weniger organische Suchergebnisse auf einer Seite angezeigt werden. Die Nutzer hätten zudem nur zögerlich auf die Unternehmen in der Box geklickt. Daraus schlussfolgern die Forscher, dass die Einbindung von Google-Content in Form der OneBox der Bedienbarkeit der Suchmaschine schade. Eine offizielle Stellungnahme seitens Google steht bislang jedoch noch aus.

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