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Alle wettern gegen Google Street View

09.02.2010 | 09:08 Uhr |

Lange Zeit machten nur Datenschützer und betroffene Anwohner gegen Google Street View mobil. Doch mittlerweile wettern auch Städte, Politiker und Hausbesitzervereinigungen gegen Google Street View.

Die Städte und Gemeinden sehen in Google Street View eine neue Einnahmequelle – Google solle für Aufnahmen zahlen . Politiker wie die Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der CSU sehen Google Street View als willkommene Möglichkeit, sich als Hüter und Schützer der Bürgerinteressen in den Medien zu präsentieren - und wollen Googles Möglichkeiten gesetzlich beschränken.
Der Hauseigentümerverband Haus & Grund wiederum will erreichen, dass Google sich jede einzelne Aufnahme eines Hauses vom betroffenen Eigentümer genehmigen lässt, wie die Welt online heute berichtet .

Google sieht sich also gleich drei verschiedenen Forderungen gleichzeitig ausgesetzt: Die Städte und Gemeinden wollen Geld und die Hausbesitzer wollen um ihre Zustimmung gefragt werden. Und der Staat respektive einzelne Politiker wollen sich als Datenschützer profilieren.

Google Street View ist ein Feature, das durch ein kleines orangefarbenes Männchen-Symbol links oben auf der Karte von Google Maps aktiviert wird. Dieses Männchen können Sie auf eine beliebige Karte ziehen und dort platzieren – alle Straßenzüge, für die die 360-Grad-Ansichten aus Google Street View zur Verfügung stehen, sind blau markiert. Sie erhalten dann eine Ansicht, die den Eindruck vermittelt, Sie stünden direkt in der Straße. Sie können sich um die eigene Achse drehen und eine Rundumansicht genießen oder durch die Straßen gehen – Street View spielt dann immer neue Bilder ein. Probieren Sie es einfach mal mit News York in Google Maps aus und schlendern Sie über den Broadway.

Google Street View steht bereits für viele Städte rund um den Globus zur Verfügung, deutsche Städte können Sie damit aber noch nicht virtuell erkunden.

Google versucht die Datenschutzbedenken zu entkräften, indem es darauf verweist, dass Gesichter und Autokennzeichen auf den Bildern automatisch unkenntlich gemacht werden würden.

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