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Google droht mit empfindlichen Strafen

24.06.2007 | 14:58 Uhr |

Suchmaschinengigant Google droht Webmastern, die unlautere Methoden zur Optimierung einsetzen, mit einer Austragung aus dem Such-Index. Falsche Benachrichtigungen verunsichern aktuell jedoch viele Anwender.

Webmaster, die ihre Internetauftritte mit unlauteren Methoden im Such-Index von Google weit oben platzieren wollen, droht immer häufiger eine Abmahnung. Als Höchststrafe winkt gar eine Verbannung aus der Such-Datenbank, so dass die eigene Seite nicht mehr auffindbar wird. Werden die verbotenen Techniken im Anschluss wieder entfernt, kann die Wiederaufnahme bei Google beantragt werden. Dieser Prozess dauert in der Regel zwischen einigen Wochen bis zu sechs Monaten: „Das sind empfindliche Strafen. Die Suchdienste schlagen damit den richtigen Weg ein", betont Christian Mauer vom Suchmaschinen-Optimierer SUMO .

Die Abläufe, die Google dabei einsetzt, sind jedoch noch nicht ausgereift: „Bei einigen Fällen waren die Websites schon wenige Tage nach Absenden des Wiederaufnahmeantrags wieder auffindbar, teilweise mit derselben Platzierung", so Mauer. Aktuell geht Google demnach noch etwas lasch gegen derartige Verstöße vor: „Das wird nicht so bleiben. Sonst besteht die Gefahr, dass unseriöse Webseitenbetreiber oder Optimierer eine kurzfristige Abstrafung bewusst in Kauf nehmen. Google wird sich das nicht gefallen lassen.", ist sich Mauer sicher.

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang stellt die Flut an gefälschten E-Mails dar, die ebenfalls eine Entfernung der Website aus dem Index androhen und den Original-Benachrichtigungen von Google zum Verwechseln ähneln: „Wir raten, bei solchen E-Mails Ruhe zu bewahren. Google hat sich gerade wegen dieser Hoax-Mails dazu entschlossen, vorerst keine E-Mails zu versenden. Alle diese im Moment versandten Nachrichten sind also gefälscht.", erläutert Christian Mauer. Ob es sich tatsächlich um eine gefälschte E-Mail handelt, stellt sich meist erst nach zwei Tagen heraus, so lange dauert die Entfernung aus dem Index normalerweise. Hier bleibt dem Anwender nur ein Antrag auf die Wiederaufnahme in den Google-Suchdienst .

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