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Apple-Patentklage gegen HTC ist ein Warnschuss

10.03.2010 | 12:41 Uhr |

Apple benutzt die Patentklage gegen HTC, um ein Exempel zu statuieren. Angeblich gehe es Apple gar nicht in erster Linie um HTC. Nein, Google soll in Wahrheit dadurch abgeschreckt werden.

Dieser Verdacht wird durch eine Mitteilung von Yair Reiner gestützt, Analyst beim Bankhaus Oppenheimer und Co. Quellen aus der Industrie hätten ihm erzählt, dass Apple bereits seit Januar mit mehreren großen Handyherstellern Gespräche führe. Der iPhone-Erfinder betone darin seinen wachsenden Unmut über Verletzungen seines geistigen Eigentums.

Nach Meinung des Analysten ist die Klage gegen HTC ein öffentliches, Anwalt-gestütztes Ausrufezeichen, mit dem Apple eine Serie von sehr deutlichen Diskussionen hinter verschlossenen Türen beendet. Reiner hat bei seinen Nachforschungen auch erfahren, dass diese Warnschüsse ihre Wirkung nicht verfehlten, so das Wirtschaftsmagazin Fortune . Vielfach seien die Entwicklungspläne für neue iPhone-Killer gestoppt worden.

"Hardware-Teams müssen an die Zeichentische zurückkehren, um neue Lösungen zu entwickeln. Die Anwälte arbeiten auf Hochtouren, um Verteidigungs- und Angriffstrategien zu entwickeln. Strategie-Abteilungen arbeiten an neuen Formen der Bedienung, die besser geschützt sind," zitiert die Zeitung Reiner.

HTC ist in diesem Kampf nur ein Stellvertreter. Das Unternehmen ist klein und wirtschaftlich schwach, im Vergleich zu anderen Herstellern. Eigentlich zielt Apple aber gegen Google und dessen Smartphone-Betriebssystem Android. Das Unternehmen wolle mit der Patentklage gegen HTC zeigen, dass Android nicht der leichte Weg sei, würdige Konkurrenten zum iPhone auf den Markt zu bringen, so der Analyst. HTC hat als eines der ersten Unternehmen die Multitouch-Funktion in seinen Geräten integriert, unter anderem auch im Android-Modell HTC Hero und im Windows-Mobile-Telefon HTC HD2 .

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