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Google Web History: Anwender dürfen komplette Surfaktivitäten bei Google abspeichern

23.04.2007 | 12:56 Uhr |

Google bietet mit Google Web History einen neuen Dienst an, der es Anwendern gestattet, alle während der Surf-Sessions anfallenden Informationen an einem zentralen Punkt zu sammeln. Laut Angaben von Google profitieren Anwender durch den neuen Dienst, weil sie dadurch schneller Zugriff auf Web-Inhalte erhalten, die sie vor Monaten mal besucht haben. Allerdings gibt der neue Dienst auch Google die Möglichkeit, auf detaillierte Surf-Profile der Anwender zuzugreifen.

Google hat den Startschuss für den neuen Dienst Google Web History gegeben. Anwender sollen diesen Dienst nutzen, um darin alle von ihnen besuchten Websites und Web-Inhalte abzuspeichern, so dass sie selbst Monate später darauf zurückgreifen können.

Bisher bot Google Anwendern mit Google Search History nur die Möglichkeit an, alle eingegebenen Suchabfragen dauerhaft zu speichern. Die Möglichkeiten des Dienstes werden aber nun erweitert, so dass auch die Umbenennung von Google Search History in Google Web History notwendig wurde.

Voraussetzung für die Nutzung von Google Web History ist ein kostenlos erhältlicher Google-Account und die Nutzung der Google Toolbar, die für nahezu alle diverse Browser verfügbar ist. Damit die gesamte Web-Aktivitäten des Anwenders gespeichert werden, muss in der Toolbar die Pagerank-Funktion aktiviert werden, was standardmäßig nicht der Fall ist. Aktiviert der Anwender diese Funktion, dann übernimmt diese fortan während des Surfens die Aufgabe, alle anfallenden Informationen an einen zentralen Google-Server zu senden, der diese dann mit dem Google-Konto des Anwenders verknüpft.

Der Dienst erfasst fortan minutiös jegliche Aktivitäten des Anwenders im Netz, dazu gehören neben Web-Adressen und Textinhalten auch alle Bilder und sogar Videos, die man sich bei Youtube & Co. ansieht. Laut Angaben von Google werden auch die Suchabfragen weiterhin gesammelt und der Dienst analysiert, wie der Anwender mit den Suchergebnissen umgeht und welche Websites er ausgehend von den Suchergebnissen besucht. Das System ist lernfähig und soll mit der Zeit dem Anwender immer genauer auf ihn zugeschnittene Suchergebnisse präsentieren.

So toll das alles für den Anwender auch klingen mag, noch toller ist das natürlich für Google, denn schließlich erlauben es all die gesammelten Informationen, ein genaueres Profil von dem Anwender zu erstellen. Diese Informationen kann Google dann nutzen, um dem Anwender präzisere Werbeinhalte anzuzeigen, die genau in sein Interessensgebiet fallen. Erst kürzlich hatte Google die Übernahme von Doubleclick verkündet und ist damit auf einen Schlag eine wichtige Größe als Anbieter so genannter Display-Werbung mit Bildern und Videos geworden. Und wie nützlich für Google die Information ist, dass ein Anwender, der die Seite A besucht auch gerne mal bei den Seiten B, C und D vorbeischaut, liegt auf der Hand.

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