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Google Web Accelerator: Gratis-Tool für Turbo-Surfen

06.05.2005 | 12:29 Uhr |

Google bietet mit dem "Google Web Accelerator" ein Tool an, mit dem sich das Surfen beschleunigen lässt. In Verbindung mit dem globalen Computer-Netzwerk des Suchemaschinen-Spezialisten, werden Inhalte von Websites schnell auf die PCs der Anwender übertragen.

Frisch aus den Google Labs: Die erste Beta von Google Web Accelerator ist erschienen. Die Suchmaschinen-Spezialisten versprechen, dass nach der Installation des Tools, Websites schneller geladen werden. Dabei wird Googles globales Computer-Netzwerk genutzt. Optimiert ist das Tool derzeit nur für Seiten in Nord-Amerika und Europa und für Breitband-Internet-Verbindungen.

Der Google Web Accelerator fängt nach der Installation alle Website-Aufrufe ab und leitet sie an die Google-Computer weiter. Diese übernehmen dann die Auslieferung der Seite. Google speichert laut eigenen Angaben häufig besuchte Seiten, um diese schneller ausliefern zu können. Das ähnelt bisher den bereits bekannten Proxys. Aber das Tool kann noch mehr:

Hat sich der Inhalt einer Seite seit dem letzten Besuch geändert, dann werden nur die Änderungen der Seite übertragen. Zu den weiteren Optimierungsstragegien des Tools gehören das Laden von Seiten im Voraus und das Optimieren der Internet-Verbindung. Ein weiterer Geschwindigkeitsschub beim Laden von Seiten ergibt sich dadurch, dass die Google-Computer alle Daten grundsätzlich komprimiert an den PC schicken. Websites die eigentlich unkomprimiert ihre Inhalte verbreiten, werden dadurch ebenfalls flotter geladen.

Von verschlüsselten Seiten (https://) lässt das Tool seine Finger. Das gilt auch für Downloads von Dateien und gestreamten Inhalten.

Zum Thema Datenschutz: Google erklärt in der Support-Seite zum Tool, dass beim Besuch einer Website an die Google-Computer unter anderem folgende Informationen übertragen werden: die betreffende Website, IP-Adresse, Datum und Uhrzeit. Ebenfalls übertragen werden die Daten innerhalb von ausgefüllten Formularen und Cookies.

Diese Daten werden aber laut Google nur "temporär" gespeichert, um die Ladezeit der betreffenden Website zu optimieren. Außerdem legt das Tool auch einen vom Browser unabhängig Cache auf der Festplatte des Rechners ab, über den die kürzlich besuchten Seiten identifiziert werden können. Google respektiere die Anwender und deren Daten, heißt es auf der Website und weiter:"Google wird niemals persönliche User-Informationen an Dritte verkaufen oder vermieten ohne die explizite Einwilligung des Users."

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