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PayPal und Ebay verklagen Google

27.05.2011 | 18:03 Uhr |

Ebay und der Online-Bezahldienst PayPal haben heute Klage gegen Google eingereicht. Der Vorwurf: Zwei ehemalige Mitarbeiter hätten Firmengeheimnisse ausgeplaudert und Google so zur Umsetzung seines neuen Bezahldienstes Google Wallet verholfen.

PayPal hat in dieser Woche, zusammen mit dem Mutterkonzern Ebay , Klage beim Superior Court of the State of California in Santa Clara eingereicht. Dabei wollen die Unternehmen rechtlich gegen Google und die ehemaligen Mitarbeiter Osama Bedier und Stephanie Tilenius vorgehen. Laut der Anklageschrift haben die beiden mittlerweile bei Google angestellten Mitarbeiter ihre Schweigepflicht gegenüber Ebay und PayPal verletzt.

Stein des Anstoßes ist der am Dienstag angekündigte Bezahldienst Google Wallet. Mit Hilfe der Anwendung können Besitzer ausgewählter Android-Smartphones in Geschäften bezahlen, indem sie das Gerät mit einem dafür vorgesehenen Terminal verbinden. Die Entwicklung einer solchen Anwendung sei der Anklage zufolge, nur mit Hilfe von PayPal-Firmengeheimnissen möglich gewesen.

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Die nötigen Details zu mobilen Bezahlformen und dem Digital-Wallet-Modell von PayPal habe Osama Bedier dem Suchmaschinen-Riesen geliefert. Entsprechende Dokumente habe Bedier wenige Tage vor seiner Kündigung auf digitalem Wege an eine unbekannte Quelle gesendet. Bedier war als Senior Executive bei PayPal für den Mobile-Payment-Bereich sowie Vertriebskontakte zuständig. Er sei von Stephanie Tilenius für Google angeworben worden.

Die junge Frau arbeitete zuvor in einer Führungsposition für das Online-Auktionshaus. Bedier wird ebenfalls zur Last gelegt, weitere PayPal-Mitarbeiter für Google abgeworben zu haben. Google hat bislang noch keine Stellung zu den Vorwürfen bezogen.

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