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Google Video: Vorwürfe wegen Verbreitung von raubkopierten Filmen

23.07.2007 | 12:31 Uhr |

Die US-Organisation NLPC wirft Google vor, über Google Video viele illegale Filme zu verbreiten. Ein Blick auf Google Video zeigt, dass dieser Vorwurf durchaus berechtigt ist.

Die Nonprofit US-Organisation National Legal and Policy Center (NLPC) hat Google vorgeworfen, über Google Video illegal komplette Filme, TV-Mitschnitte und Konzerte zu verbreiten. Mitte vergangener Woche hatte die Organisation eine Liste ins Internet gestellt , auf der die bei Google Video am häufigsten angetroffenen, illegal verbreiteten Film-Inhalte gelistet wurden.

Gegenüber der PC-WELT-Schwesterpublikation Computerworld erklärte ein Google-Sprecher, dass bei Google Video die Regel gelte, dass Anwender Material hochladen dürfen, über das sie die Rechte verfügen. Das Unternehmen könne urheberrechtlich geschützte und illegal über Google Video verbreitete Inhalte nur dann löschen, wenn der Inhaber der Urheberrechte Beschwerde einreiche und sich dabei auf das Digital Millennium Copyright Act (DMCA) aus dem Jahre 1998 beziehe.

In Hinblick auf die von der NLPC veröffentlichten Liste wies der Google-Sprecher auch darauf hin, dass wirklich nur der Inhaber der Urheberrechte die Löschung der Inhalte veranlassen könnte. Grund dafür sei, dass es auch Fälle gäbe, bei denen der Urheberrechts-Inhaber die Verbreitung wünsche. Der Google-Sprecher sagte aber auch, dass man mit den Urheberrechts-Inhabern zusammenarbeite, um eine automatisierte Lösung für das illegale Verbreiten von Inhalten zu schaffen.

Ein Blick auf Google Video beweist tatsächlich, dass es keiner langen Suche benötigt, um dort komplette Kinofilme (in entsprechend bescheidener Qualität) zu finden. Als „praktisch“ erweist sich dabei, nur Filme ab einer bestimmten Länge („> 20 Minuten“) einzublenden. Der Fairness halber muss allerdings auch noch hinzugefügt werden, dass diverse Filme zwar bei den Suchergebnissen gelistet werden, die Inhalte selbst aber bereits durch Google gelöscht wurden.

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