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Manipulierte Google-Suchergebnisse

16.01.2009 | 15:33 Uhr |

Google bezeichnet sich in den Suchergebnissen als „Datenkrake Google“. Ist das Selbstkritik oder hat Google einen unzufriedenen Mitarbeiter?

Wer bei Google ohne sprachliche Präferenz nach den Begriffen „ rss reader google “ sucht, findet als ersten Suchtreffer einen Eintrag mit dem folgenden Header: „RSS-Reader der Datenkrake Google“. Dieser Treffer verweist auf den Google-Reader selbst.

Ist Google jetzt selbstkritisch geworden? Mitnichten. Schaut man sich den Quelltext an, wird deutlich, dass der Begriff Datenkrake hier nicht auftaucht. Schuld ist also nicht ein möglicherweise unzufriedener oder besonders kritischer Mitarbeiter, sondern vielmehr der Suchmaschinenautomatismus.

Der Google-Reader-Eintrag ist nämlich für Suchmaschinen gesperrt – das verrät die Robots.txt-Datei. Normalerweise nimmt Google bei solchen gesperrten Dokumenten die URL als Titel. Doch in diesem Fall leitet sich der Titel aus Links her, die mit diesem Linktext auf den Google-Reader verweisen. Offenbar gibt es hier eine große Zahl an gesetzten Links mit hoher Relevanz, die die Suchmaschnie aufs Kreuz legen. Ein gutes Beispiel, wie Anwender mit einer großen Zahl an Backlinks selbst fremde Treffer – in diesem Fall Seiten von Google selbst – beeinflussen können.

Warum dieser Fehler, den Blogger bereits im Herbst anmahnten, nicht schon längst behoben ist, könnte nur das Unternehmen selbst erklären. Schließlich wäre genau das in diesem speziellen Fall möglich und im Sinne von Google auch ratsam.

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