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Google-Satellitenbilder zeigen Mordschauplatz

19.11.2013 | 17:33 Uhr |

Auf einem Satellitenbild von Google Maps ist ein toter Teenager zu sehen. Auf Wunsch des Vaters des Mordopfers muss Google die umstrittene Grafik nun entfernen.

Im Jahr 2009 wurde der junge Kevin Barrera in Richmond, im US-Bundesstaat Kalifornien, erschossen. Seine Leiche wurde wenig später an einer Bahnlinie gefunden. Dieser grausige Fund ist auf einem Satellitenbild von Googles Kartendienst Google Maps zu sehen. Die Aufnahme zeigt einen Polizeiwagen und mehrere Beamte, die das Mordopfer umringen.

Kevins Vater, Jose Barrera, stieß im Internet zufällig auf das Satellitenbild. Aus Pietätsgründen fordert er den Suchmaschinenkonzern nun auf, die Aufnahme zu entfernen. Diese Forderung stellt den US-Konzern allerdings vor eine Herausforderung. Wie Brian McClendon, Vice-President von Google Maps, erklärt, wolle man den Wünschen des Vaters natürlich nachkommen. Die Tatsache, dass das verwendete Satellitenbild durch ein neues ersetzt werden müsse, sei jedoch technisch schwierig. Einen derartigen Umstand habe es in der Firmengeschichte noch nicht gegeben. Man sei jedoch bemüht, die umstrittene Aufnahme in spätestens acht Tagen auszutauschen.

Dinge auf Google Maps, die Sie nicht sehen dürfen

Im Gegensatz zum Google-Dienst StreetView, gibt es bei den Satellitenbildern keine Möglichkeit, Verstöße gegen die Privatsphäre von abgebildeten Personen zu melden. Die Aufnahmen sind in der Regel ein bis drei Jahre alt.

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