PC-WELT Special
Google Phone: FAQ
Dementiert hat dies Google-Chef Eric Schmidt jedenfalls nicht. Wenn alles glatt läuft wird es sogar mehrere "Google Phones" geben. Wenn die Software erstmal ausgereift ist, führt kein Weg am "gPhone" vorbei.
Android ist ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das laut Google das Handy-Betriebssystem der Zukunft darstellt. Es soll mit Apples OS X auf dem iPhone, der Blackberry OS, Microsofts Windows Mobile und der Palm OS kompatibel sein.
Die Android-Software ist frei verfügbar und läuft unter der Apache-Open-Source-Lizenz. Am 12. November wird das erste Software-Kit für Entwickler bereitgestellt.
Die ersten Android-Handys sollen in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen. Erste Hersteller könnten Sprint Nexel und T-Mobile sein. HTC and Motorola, ebenfalls Kooperationpartner von Google, werden zudem spezielle Handys für die Android-Plattform herstellen.
Andere Unternehmen sind momentan noch besorgt, dass die Open-Source-Software Hackern zum Opfer fallen könnte. Jedoch haben andere drahtlose Unternehmen ebenfalls vor ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Sei es mit Maildiensten, Spielen, oder GPS-Features.
Laut Google sollen die Android-Handys jegliche Art von Web-Content unterstützen, mit dem heute auch ein PC-Browser zurechtkommt. Neue Dienste wie Content Management, Dokumentenverwaltung, GPS-Software und Voice over Internet Protocol sollen mit eingebunden werden.
Die Software-Entwickler werden in der Lage sein, die Anwendungen benutzerorientiert und flexibel zu programmieren. Ebenso werden kleine Unternehmen mit ihren Anwendungen auf den Markt stürmen und die drahtlose Kommunikation mit ihren Programmen weiter unterstützen.
Android ist eine freie Software, deshalb kann das Betriebssystem von jedem geändert werden. Denkt man beispielsweise an das freie Telefonieren über VoIP, werden die Provider diesen Dienst mit Sicherheit versuchen zu unterbinden.
Es ist etwa vergleichbar mit dem iPhone, dass ebenfalls kurz nach seinem Erscheinen gehackt wurde. Nur das es bei freier Software noch um einiges leichter für die Programmierer sein wird.
Angefangen vom Eröffnungsbildschirm, über die Icons, News Feeds, Wetter-Informationen und Sprach-Ansagen lässt sich so ziemlich alles verändern. Das Konfigurieren hängt ganz vom Betreiber ab.
Es wird viel über das Internet laufen. Beispielsweise könnte das Handy den Benutzer in nahe gelegene Restaurants führen. Ebenfalls denkbar ist eine Anwendung, die Fotos automatisch den Personen im Adressbuch hinzufügt. Aber auch Online-Multiplayer-Spiele könnten über das Android-Handy gegeneinander gespielt werden. Die Applikationen sollen jedoch in erster Linie den Alltag der Nutzers erleichtern.




