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Bilanz-Panne lässt Google-Aktie abstürzen

19.10.2012 | 09:22 Uhr |

Googles Bilanz für das dritte Quartal gelangte aufgrund einer Panne zu früh an die Öffentlichkeit. Der Bilanz war zu entnehmen, dass Google die Ziele verfehlt hatte. Die Börse reagierte sofort und die Google-Aktie verlor massiv an Wert.

Eine Panne sorgte am Donnerstag dafür, dass die Google-Blianz für das dritte Geschäftsquartal mehrere Stunden früher als geplant publik wurde und das auch noch während die Börse geöffnet war. Nachdem klar geworden war, dass Google sowohl die Ziele beim Umsatz als auch bei den Einnahmen verfehlt hatte, gab die Aktie um mehr als 9 Prozent nach und verlor damit massiv an Wert. Auf Wunsch von Google wurde der Handel mit der Aktie vorübergehend ausgesetzt.

Google-Chef Larry Page entschuldigte sich später für die Panne. Laut Page habe die Druckerei, die die Bilanz drucken sollte, den Bericht zu früh an die US-Börsenaufsicht geschickt. Dabei war offenbar auch keinem bei der Druckerei aufgefallen, dass der Bericht anstelle eines Statement von Larry Page lediglich ein "PENDING LARRY QUOTE" vermerkt war, also das noch ein Statement des Google-Gründers ausstehe. Die verfrüht veröffentlichte Bilanz findet sich auf dieser Seite bei Google .

Google konnte im dritten Quartal des Geschäftsjahres, also zum 30. September 2012, Einnahmen in Höhe von 14,10 Milliarden US-Dollar verbuchen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von etwa 45 Prozent. Abzüglich aller Vermittlungsprovisionen für Werbung sinken die Einnahmen aber auf 11,33 Milliarden US-Dollar und damit unter den von Finanz-Analysten erwarteten 11,86 Milliarden US-Dollar.

Der Nettogewinn sank im Vergleich zum 3. Quartal 2011 von 2,73 Milliarden US-Dollar (8,33 US-Dollar pro Aktie) auf 2,18 Milliarden US-Dollar (6,53 US-Dollar pro Aktie). Auch hier konnte Google nicht die Erwartungen der Anleger erfüllen.

Unterm Strich konnte Google zwar die Anzahl der so genannten "Paid Clicks" um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Allerdings sanken die Einnahmen pro "Paid Click" um 15 Prozent. "Paid Clicks" sind Werbeeinblendungen in den Suchergebnissen, auf die Anwender klicken und was dann dafür sorgt, dass der Werbetreibende eine Gebühr an Google zahlen muss.

Die Kosten, wie etwa für Server und Immobilien, stiegen im Vergleich zum 3. Quartal 2012 ebenfalls von 1,17 Milliarden US-Dollar auf 3,78 Milliarden US-Dollar. Außerdem hatte Google im Mai für 12,4 Milliarden US-Dollar das Unternehmen Motorola übernommen, dass im dritten Quartal 2012 nun einen Verlust von rund 530 Millionen US-Dollar erwirtschaftete und damit ebenfalls die Bilanz von Google verschlechtert.

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