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Kleine Ursache - große Wirkung

02.02.2009 | 12:15 Uhr |

Der Grund für die jüngste Panne bei der Google-Suche war nicht etwa ein Hackerangriff, sondern ein menschlicher Fehler.

Am vergangenen Samstag dürften sich viele Google-Nutzer verwundert die Augen gerieben haben. Denn egal, was bei der Suche eingegeben wurde, Google warnte bei jedem Treffer, dass die gefunden Seite möglicherweise gefährlich ist. Grund für den Amok laufenden Warnhinweis waren allerdings nicht etwa Hacker, die das komplette Internet übernommen haben, sondern ein kleiner, menschlicher Fehler mit gewaltigen Auswirkungen.

Zusammen mit stopbadware.org versucht Google, seine Nutzer auf der Suchergebnisseite vor potenziell schädlichen Web-Seiten zu warnen. Ist beispielsweise eine bestimmte Website als Malware-Schleuder bekannt, erscheint nach einem Klick auf einen solchen Treffer eine Zwischenseite mit dem Warnhinweis "this site may harm your computer". Die URL-Liste von stopbadware.org, auf der die Warnhinweise basieren, wird dabei in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Das Update bei Google am Samstagvormittag ging jedoch gründlich daneben, wie Marissa Mayer, Vice President Search Products & User Experience bei Google im offiziellen Google-Blog erklärt.

Demnach wurde seitens Google aus Versehen der Wert "/" in einer URL ebenfalls als möglicherweise bösartige Site eingepflegt. Da der Slash aber in jeder URL vorkommt, bewertete Google fortan jeden Treffer als möglicherweise schädlich. Der Fehler wurde seitens Google innerhalb kürzester Zeit gefunden und nach rund 40 Minuten war der Spuk vorbei.

Mayer entschuldigte sich im Blog-Eintrag bei allen betroffenene Anwendern für den Fehler und erklärte, dass das Unternehmen seine Sicherungsmaßnahmen bei derartigen Updates überarbeiten wird, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.

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