28.06.2012, 14:15

Friedrich Stiemer

Media-Computer

Google Nexus Q - Der erste Social Media Player

Google Nexus Q: Der erste sogenannte Social Media Player. ©Google

Google preist seinen Media-Server Nexus Q als "ersten Social Media Player" an. Was der Software-Riese damit meint und was Sie letztendlich damit anstellen können, erfahren Sie hier.
Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O in San Francisco neben anderen neuen Vorstellungen seinen Apple-TV-Konkurrenten namens Nexus Q enthüllt. Die kleine schwarze Kugel soll zukünftig der Hauptknotenpunkt für das Streamen von Inhalten sein.

Google Nexus Q - So funktioniert derSocial Media Player

Der Media-Player streamt Inhalte direkt aus der Cloud zu Ihnen nach Hause. Dazu fügen Sie Nexus Q in Ihr Heimnetzwerk ein und stöpseln es an Ihr Entertainment-System an - TV oder Hifi-Anlage. Die Steuerung erfolgt über Android-Tablets und -Smartphones per App: So können Sie sich beispielsweise Ihre Lieblings-Filme auf Google Play heraussuchen und Sie direkt vom Nexus Q auf Ihr TV-Gerät streamen lassen. Der Vorteil ist, dass Sie keine Filme mehr herunterladen müssen und so auch eventuelle Platzprobleme umgehen können. Denn im Gegensatz zu Apples TV-Lösung zieht sich die kleine Kugel die Inhalte direkt aus dem Netz. Für das Zwischenspeichern der Streaming-Wiedergabe sollen 16 GB interner Flashspeicher sorgen.
Über die eigens entwickelte Google-Play-App sollen Sie auch Playlisten abspielen können, die Sie zusammen mit Freunden erstellt haben. Generell soll sich jedes Android-Gerät sich am Nexus Q abwechselnd anmelden können, um Inhalte zu teilen.
In folgendem Video stellt Google die Funktionen des Nexus Q vor. Alternativ gelangen Sie auch über den Link direkt zum Video auf Youtube: Introducing Nexus Q
Technik des Google Nexus Q
Der Durchmesser des runden Player beträgt rund 4,6 Zoll (etwa 116 Millimeter) und wiegt dabei ein knappes Kilo (923 Gramm). Das untere Gehäuseteil besteht aus gegossenem Zink, der Rest aus Spritzguss mit einem Präzisionslager und einer satinierten Oberfläche. Auf dem Oberteil soll eine rotierende Scheibe die Lautstärke regeln, über einen kapazitiven Sensor lässt sich die Soundausgabe stumm schalten. Als besonderen Blickfang hat Google einen umfassenden Ring eingelassen, der mit Hilfe von mehrfarbigen LEDs leuchten kann.
Nun zum Innenleben des Media-Players: Als Prozessor kommt die Dual-Core-CPU OMAP4460 (auf Cortex-A9-Basis) zum Einsatz, für die Grafikberechnung bedient sich die Kugel der Kraft der SGX540 GPU. Der Prozessor kann auf 1 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen. Als Betriebssystem kommt selbstverständlich Android in der Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) zum Zuge.
Für die Konnektivität sorgen 1 Micro-HDMI-Anschluss (Typ D), ein optischer Audio-Ausgang (S/PDIF), ein LAN-Anschluss und Klinken-Buchsen für die Audio-Ausgabe. Darüber hinaus kann die drahtlose Übertragung über WLAN (bis hoch zum N-Standard), Bluetooth und sogar NFC (Near Field Communication). Auch über einen 25 Watt starken Verstärker verfügt das kleine Gerät (12,5 Watt pro Kanal).
Made in the USA
Ein Artikel der New York Times berichtet, dass fast alle Teile des Nexus Q in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Das Unterteil kommt aus dem Mittleren Westen Amerikas, die Plastik-Komponenten aus Südkalifornien. Anders sieht es dagegen bei den Halbleiter-Chips aus: Diese lässt Google zwar ebenfalls in Amerika produzieren, doch schickt sie darauf nach Asien, wo sie fernöstliche Produzenten kombinieren.
Auf diese Weise rechtfertigt Google auch den vergleichsweise hohen Preis von 199 US-Dollar (8-GB-Modell) und 299 US-Dollar. (16 GB). Konkurrenzprodukte wie Apple-TV kostet nur 99 US-Dollar, Western Digitals Live TV kostet nur rund 70 US-Dollar. Google Nexus Q ist ab sofort bestellbar, die Lieferung erfolgt aber erst in zwei bis drei Wochen - aber leider nur für Kunden aus den USA oder Kanada. Wann das Gerät nach Europa kommt steht in den Sternen.
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