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Google schnappt Microsoft 1,3 Mio. User weg

25.06.2008 | 12:20 Uhr |

Google ist ein neuerlicher Coup gegen Microsoft gelungen. Diesmal betrifft es eine gigantische E-Mail-Referenz-Installation.

1,3 Millionen E-Mail-Anwender an australischen Schulen wurden bislang von Microsoft mit Outlook-Clients und Exchange-Servern angebunden. Nun wechselt das New South Wales Department of Education and Training zum webbasierten Google Mail. Der Umstieg hat vor allem Kostengründe.
Microsoft verliert damit 1,3 Millionen Nutzer von Outlook und Exchange auf einen Schlag.

Der IT-Dienstleister SMS Management and Technology soll jetzt zusammen mit dem australischen TK-Konzern Telstra in den kommenden drei Jahren eine neue Umgebung aufbauen, die auf Mail-Servern von Google und dem Mail-Client Google Mail basiert. Zudem ist die vollständige Integration in ein eigenes Web-Portal geplant. Das Hosting übernimmt Google. Das Projekt hat ein Volumen von 9,5 Millionen Dollar und eine Laufzeit von zunächst drei Jahren.

Größte Google-Mail-Installation der Welt entsteht
Microsoft verliert damit nach kurzer Laufzeit eine seiner größten Installationen für Outlook und Exchange in der Welt. Die Infrastruktur hatte der Dienstleister Unisys zwischen 2003 und 2006 für 63 Millionen Dollar aufgebaut. Doch erst im letzten Jahr hatten die Schüler und Studenten damit arbeiten können. Australische Medien fragten daher, warum die Entwicklung so lange dauern konnte und kritisieren die hohen Kosten. Mit der Neuausschreibung will das New South Wales Department of Education and Training nun kräftig Geld sparen (siehe auch " Exchange und Lotus Notes werden Anwender zu teuer "). Der Betrieb soll noch in diesem Jahr beginnen. Schüler erhalten dann statt der bisherigen 35 MB Speicher für ihren E-Mail-Account sogar 6GB. Für Google kann sich nun seinerseits durch den Deal mit der größten Google-Mail-Installation weltweit brüsten (siehe auch den Beitrag " Google Mail stellt Lotus Notes und Microsoft Exchange in Frage ").

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