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Witzige Funktion schützt vor Mail-Malheurs

07.10.2008 | 12:55 Uhr |

Wer kennt das Problem nicht: Ein Mausklick und schon wird eine Mail versendet, die man in der Form (noch) gar nicht versenden wollte. Google hat seinem Online-Mail-Dienst eine (witzige) neue Funktion spendiert, die vor solchen Fauxpas schützen soll.

"Absender XYZ möchte eine Mail zurückrufen". Klar, dass man sich sofort auf eine solche Mail stürzt, sobald sie im Postfach eintrudelt, schließlich möchte man sehen, welches Malheur dem Absender passiert ist und warum er die Mail wieder zurück haben will. Damit einem selbst ein solcher Fehler nicht passiert, hat Google seinem Online-Mail-Dienst Google Mail die Funktion "Mail Googles" ("Mail-Schutzbrille") spendiert.

"Mail Googles" lässt sich auf der englischsprachigen Google-Mail-Oberfläche unter "Settings, Labs" aktivieren. In diesem Bereich finden sich eine Reihe von mehr oder weniger nützlichen Google-Mail-Zusatzfunktionen, die sich noch im experimentellen Stadium befinden und bei denen noch unklar ist, ob sie tatsächlich irgendwann ihren Weg in die Standardfunktionen von Google Mail finden werden.

Die neue Funktion überprüft den "Gemütszustand" des Anwenders, bevor eine Mail versendet werden kann. Das geschieht nach einem ganz einfach Prinzip: Bevor eine Mail versendet werden darf, werden dem Anwender Rechenaufgaben gestellt. Kann er diese nicht lösen, dann könnte er zu müde sein und es wird dem Anwender empfohlen, die Mail nochmals genau durchzulesen oder den Versand der Mail gleich am nächsten Tag zu erledigen.

Ist die Funktion aktiviert, dann findet sich in den Einstellungen unter "General" der neue Eintrag "Mail Googles". Hier kann beispielsweise festgelegt werden, dass "Mail Googles" nur dann aktiv sein soll, wenn der Anwender nachts mit Google Mail arbeitet. Auch die Wochentage, an denen die Zusatzfunktion aktiv sein soll, lassen sich auswählen. Viel wichtiger noch: Die Schwierigkeit der Rechenaufgaben lässt sich in fünf Stufen einstellen.

In der niedrigsten Stufe gilt es so einfache Rechenaufgaben wie "97-76" oder "39+13" zu läsen. Fünf Rechenaufgaben müssen innerhalb von 60 Sekunden richtig gelöst werden, erst dann wird die Mail versendet. Wer die Aufgaben falsch beantwortet, erhält eine Fehlermeldung, die "Water and bed for you. Or try again." (Wasser und Bett für Dich. Oder versuch es nochmal). Kniffliger (aber nicht viel) wird´s in der höchsten Schwierigkeitsstufe. Hier mussten wir bei unserem Probelauf innerhalb von 60 Sekunden folgende Aufgaben lösen: 852-82, 767-149, 60/6, 457+172, 759-103. Alles Aufgaben, die also zu schaffen sind. Viel Vertrauen scheint Google also nicht in die Rechenkünste seiner (nüchternen) Nutzer zu haben...

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