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Google-Mail: Virenschutz mit Technologie von Sophos

06.12.2005 | 11:49 Uhr |

Der Mail-Dienst verfügt seit kurzem über einen Schutz vor Viren. Welcher Virenscanner dabei eingesetzt wird, hat Google nicht bekannt gegeben. Der Sicherheitsexperte Ryan McGeehan hat sich den Virenschutz genauer angesehen und herausgefunden, von welchem Hersteller die Antimalware-Technologie stammt, die bei Google-Mail zum Einsatz kommt.

Um den Virenschutz bei Google-Mail zu überprüfen, hat McGeehan eine Reihe von Malware eingesetzt und die Ergebnisse mittels des Dienstes VirusTotal.com verglichen.

Das Ergebnis: Google-Mails-Virenschutz ist mit dem von Sophos identisch. Jedenfalls lieferten beide dieselben Funde, wie dieser und dieser von McGeehan zusammengestellten Liste zu entnehmen ist. Als Grund dafür, warum Google nicht offiziell erklärt, welcher Virenschutz zum Einsatz kommt, vermutet McGeehan, dass der Mail-Dienst sich noch in der Beta-Phase befindet und Google nicht bei jeder Änderung genauere Details nennen will.

Google-Mail überprüft seit Anfang Dezember die Dateianhänge eingehender und ausgehender Mails auf Malware ( wir berichteten ). Wird eine schädliche Datei erkannt, dann wird der Anhang davon befreit. Wenn das nicht gelingt, kann der Anwender die Datei nicht herunterladen. Der Virenschutz kann derzeit von den Anwendern nicht deaktiviert werden. Insbesondere Anwender, die auch mal einen Virus etwa an einen Antiviren-Hersteller zur Sichtung senden wollen, missfällt dies. Seit jeher ist es zudem mittels Google-Mail nicht erlaubt, ausführbare Dateien als Anhang zu versenden.

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