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Google: Lernender Prozessor für smarte Apps

23.05.2016 | 14:33 Uhr |

Google hat einen lernfähigen Prozessor entwickelt, der sich besonders gut für smarte Assistenten und Chatbots eignen soll.

Google hat auf der Google I/O einen neuen Prozessor vorgestellt . Die so genannte Tensor Processing Unit (TPU) ist das Ergebnis einer mehrjährigen Entwicklungsphase. Bei Google hat die TPU bereits mehrere Tests durchlaufen. In den Datencentern wird der Prozessor bereits seit einem Jahr eingesetzt. Ein TPU-Board passt dort im Rack in einen Festplatten-Slot.

Die TPU wurde speziell auf Machine-Learning-Anwendungen zugeschnitten. Der Chip ist fehlertoleranter als herkömmliche CPU und benötigt aus diesem Grund weniger Transistoren pro Operation. Pro Sekunde werden so mehr Operationen erledigt. Im Zusammenspiel mit besseren Machine-Learning-Modellen passt sich die TPU schneller an, wodurch Nutzer schneller von intelligenteren Ergebnissen profitieren sollen.

Beim Einsatz in den Google-Rechenzentren habe der Konzern festgestellt, dass die TPUs die Rechenleistung um Längen in die Höhe schrauben. Nach Moore's Law entspreche der Performance-Gewinn etwa drei herkömmlichen Chip-Generationen. Google will AMD und Intel damit rund sieben Jahre voraus sein.

Die TPUs werden bei Google unter anderem für das Suchergebnis-Ranking-Tool RankBrain und für Street View eingesetzt. Auch die Google-Software AlphaGO, die im vergangenen Jahr den Go-Champion Lee Sedol besiegte, wurde von einer TPU angetrieben.

Google will die Machine-Learning-Industrie künftig anführen und die TPUs auch für Kunden zur Verfügung stellen. Profitieren von der neuen Technik sollen unter anderem TensorFlow und Cloud Machine Learning.

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