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Googles Antwort auf Wikipedia-Prinzip online

24.07.2008 | 13:33 Uhr |

Knol - Googles Antwort auf das Wissenportal Wikipedia - ist nunmehr in einer Beta-Version online gegangen. Eine direkte Konkurrenz zu Wikipedia ist der neue Dienst aber nicht. Und: Anwender können mit ihrem Wissen versuchen, auf dem neuen Portal Geld zu verdienen.

Bei Google Knol kann jeder ab sofort sein Wissen publik machen. Knol, so Google, steht für "a unit of knowledge" (also "eine Einheit von Wissen"). Ähnlich wie bei Wikipedia, können Anwender ihr Wissen zu einem Thema bei Knol ablegen. Während aber bei Wikipedia grundsätzlich die Masse an der Perfektionierung eines Artikels zusammenarbeiten kann, dürfen Knol-Autoren selbst entscheiden, ob ihr Artikel von anderen Anwendern verändert werden kann.

Zusätzlich bietet Google den Knol-Autoren die Möglichkeit, in ihren Artikeln Google-Werbung einzublenden und von den daraus resultierenden Werbeeinahmen mit zu profitieren. Je interessanter ein bei Knol abgelegter Artikel ist und umso mehr Zugriffe er dadurch verzeichnet, desto mehr Geld kann auch der Urheber des Artikels damit verdienen. Wer ein Google-Mail-Konto besitzt, kann sich direkt bei Knol einloggen und mit dem Verfassen von Artikeln beginnen. Wer Geld verdienen möchte, braucht aber zusätzlich ein AdSense-Konto.

Das Knol-Prinzip führt dazu, dass - anders als bei Wikipedia - zu ein und dem selben Thema unzählige Artikel existieren können. Die Qualität eines Artikels dürfen Leser per Bewertung oder einem Kommentar beurteilen. Die Autoren selbst haben die Möglichkeit, in ihrem Profil ausführlich ihre Qualifikation darzulegen.

Derzeit ist Google Knol (Beta) nur in englischer Sprache verfügbar. Spannend bleibt die Frage, ob Knol trotz oder gerade des im Vergleich zu Wikipedia anderen Prinzips, eine ähnlich hohe Anzahl an Autoren locken wird, die sich um ein vergleichbar breites Themenspektrum kümmern. Der Geld-Anreiz könnte nämlich dazu führen, dass vor allem nur populäre Themen behandelt werden, die für viele Klicks und damit potentiell hohe Werbeeinahmen sorgen.

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