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Experten-Debatten auf der Wissensplattform

08.10.2008 | 15:03 Uhr |

Mit Expertenmeinungen zu aktuellen Themen will Google mehr Anwender auf seine Online-Enzyklopädie locken. Sie sollen sich auch aktiv zu den Pro-und-Contra-Debatten äußern.

Die erste Diskussion , die Google am Dienstag auf Knol veröffentlichte, beschäftigt sich mit dem Rettungsplan der amerikanischen Regierung für den Finanzmarkt. Experten des Cato Institute und des Economic Policy Institute diskutieren dabei konträre Standpunkte zu dem Thema. Die Diskussion ist nur die erste einer Reihe von geplanten Debatten, die aktuelle Themen im Vorfeld der US-Präsidentenwahl beleuchten sollen.

In einem Blog-Eintrag ermuntert Google die Knol-Nutzer, sich aktiv an den Debatten zu beteiligen. Sie können die Einträge bewerten, Kommentare hinzufügen, vollständige Kritiken schreiben oder dem Autor Änderungen vorschlagen. Die an den Diskussionen beteiligten Experten seien an der Zusammenarbeit mit den Lesern interessiert und würden ihre Artikel je nach Feedback aktualisieren.

Zu dem Diskussionsbereich gehören auch Foren, in denen Knol-Nutzer Themen für Knol-Debatten vorschlagen können. Über diese kann dann abgestimmt werden.

Blogger Marshall Kirkpatrick von Read Write Web hält die neue Diskussionsplattform für einen klugen Schachzug von Google, vor allem, da die Web-Enzyklopädie in den Google-Suchresultaten ungewöhnlich schwach abschneidet. Google habe sich schließlich das Ziel gesetzt, Wikipedia mit Knol ernsthafte Konkurrenz zu machen. Das Unternehmen würde also davon profitieren, wenn sich Anwender in Angelegenheiten es öffentlichen Interesses erst einmal auf den Inhaltsseiten von Google informierten. „Dafür sind kontroverse Debatten im Vorfeld der Präsidentschaftswahl ideal“, schreibt Kirkpatrick. Die Millionen Nutzer, die die Expertenmeinungen lesen, würden so automatisch Knol kennen lernen.

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