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Google I/O 2016: Google Home, Allo und weitere Highlights der Keynote

18.05.2016 | 21:02 Uhr |

Google hat die Entwicklermesse Google I/O 2016 mit der traditionellen Keynote eröffnet. Hier alle Highlights.

Google hat seine diesjährige Entwicklermesse Google I/O 2016 (18.5. - 20.5) mit einer Keynote am Mittwochabend (deutscher Zeit) vor über 9000 Entwicklern und Pressevertretern eröffnet. In diesem Artikel fassen wir alle wichtigen Highlights der Keynote zusammen.

Die Google I/O findet in diesem Jahr nicht in San Francisco statt, sondern 50 Kilometer entfernt davon in der Nähe des Google-Campus im Shoreline Amphitheatre in Mountain View (Kalifornien). Erwartet werden viele spannende Ankündigungen.

Google-CEO Sundar Pichai eröffnet die Keynote mit einem Überblick über die aktuellen technologischen Errungenschaften bei der Google-Suche. Und wie sie sich über die vergangenen Jahre hinweg entwickelt hat. Wie beispielsweise die Suche auf Google über die Spracheingabe. Die Kurzzusammenfassung: Die Google-Suche und -Dienste sind überall und jederzeit für die Nutzer verfügbar. Egal ob vor dem PC daheim, unterwegs oder im Auto.

Google Home erscheint noch in diesem Jahr
Vergrößern Google Home erscheint noch in diesem Jahr

Google Home: Google-Assistent für das Zuhause

Mit Google Home - das unter dem Codenamen Chirp letzte Woche die Runde machte - will Google noch in diesem Jahr ein neues Produkt auf den Markt bringen, welches an das hierzulande noch nicht erhältliche Amazon Echo erinnert. Aber Google Home soll noch mehr können. Zunächst einmal ist Google Home ein WiFi-Lautsprecher, der über Sprachkommandos des Anwenders bedient werden kann und somit keinerlei Knöpfe besitzt. Google Home kann so beispielsweise direkt die vom Anwender gewünschte Musik abspielen. Und das überall im Haus, wenn eine WiFi-Verbindung in das Heimnetzwerk besteht.

Blick auf das neue Google Home
Vergrößern Blick auf das neue Google Home

Google Home kann aber auch vom Anwender angewiesen werden, beispielsweise einen Film abzuspielen. Die Wiedergabe erfolgt dann auf dem vom Anwender gewünschten Bildschirm."Ist mein Paket schon verschickt?". "Wie groß ist der Mond?" - diese und ähnliche Fragen kann Google Home jederzeit per Sprachausgabe beantworten.

Google Home kann auch im Wohnzimmer stehen
Vergrößern Google Home kann auch im Wohnzimmer stehen

Außerdem kann Google Home auch Suchanfragen des Anwenders beantworten und eignet sich auch zur Steuerung eines Smart Homes. Also beispielsweise der Heizung oder des Lichts.

Google Home soll irgendwann später in diesem Jahr auf den Markt kommen. Einen genaueren Zeitpunkt verrät Google derzeit noch nicht. Zunächst gibt Google nun den Entwicklern die Möglichkeit, passende Anwendungen für Google Home zu entwickeln.

Allo: Neue Messenger-App von Google

Google hat die Messenger-App Allo vorgestellt
Vergrößern Google hat die Messenger-App Allo vorgestellt

Mit Allo hat Google auch eine neue, smarte Messenger-App vorgestellt, die den Nutzern völlig neue Möglichkeiten beim Austausch von Nachrichten geben soll. Und dabei auch die intelligenten Suchalgorithmen und die KI von Google verwendet.

Erster Blick auf den neuen Messenger Allo
Vergrößern Erster Blick auf den neuen Messenger Allo

Im Gespräch mit einer Person über einen geplanten Restaurant-Besuch kann Allo beispielsweise Vorschläge für Restaurants machen, die alle Gesprächsteilnehmer sehen. Und auf Wunsch erledigt Allo auch gleich die Reservierung im Restaurant, wenn sich alle über den geplanten Treffpunkt einig sind.

Allo kann auch automatisch auf eingehende Nachrichten reagieren und das im Sinne des Empfängers. So reagiert Allo beispielsweise automatisch auf den Empfang eines Fotos und schickt dem Versender eine entsprechende Reaktion.

Allo: Google Bot in Aktion
Vergrößern Allo: Google Bot in Aktion

Nach Microsoft und Facebook stellt Google mit Allo auch selbst Chat-Bots vor. In Allo ist der Google-Assistent jederzeit per Textnachricht erreichbar. Der Anwender kann dem Chat-Bot so beispielsweise die Frage per Text stellen: "Wie hat meine Lieblingsmannschaft zuletzt gespielt." Der Google-Assistent kennt die Lieblingsmannschaft seines Anwenders und kann so entsprechend antworten. Wird im Chat die Aufforderung "Zeig mir die besten Tricks von Ronaldo" getippt, liefert Allo als Antwort ein passendes Youtube-Video.

Allo erscheint für Android und iOS im Sommer.

Duo: Neue 1-zu-1-Videokonferenz-App

Duo: Neue Videogespräch-App von Google für Android und iOS
Vergrößern Duo: Neue Videogespräch-App von Google für Android und iOS

Mit Duo stellt Google auch eine neue Begleiter-App für Allo vor, mit der Nutzer mit einer anderen Person Video-Gespräche führen können. Die Verbindung wird dabei durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt. Die App für Android und iOS soll möglichst einfache Videotelefonie ermöglichen. Duo wird vom WebRTC-Team entwickelt und es kommt ein neues Protokoll zum Einsatz, dass auch bei schlechteren Mobilfunkverbindungen eine gute und stabile Videoqualität bieten soll.

Duo erscheint gemeinsam mit Allo für Android und iOS im Sommer.

Android N - Auf der Suche nach einem Namen

Android N: Internet-Gemeinde soll bei der Suche nach dem Namen mithelfen
Vergrößern Android N: Internet-Gemeinde soll bei der Suche nach dem Namen mithelfen

Android N wird später in diesem Jahr erscheinen. Traditionell benennt Google neue Android-Versionen nach Namen von Süßspeisen. Bei Android N ruft Google nun die Internet-Gemeinde dazu auf, bei der Suche nach einem neuen Namen für das neue mobile Betriebssystem mitzuhelfen. Vorschläge können über android.com/n eingereicht werden.

Zwei Bedingungen gibt es für die Vorschläge: Der Name muss mit "N" anfangen und gut schmecken!

Welche Neuerungen und Verbesserungen Android N enthält, stellen wir in diesem Artikel vor, den wir umfassend um die nun bei der Google-I/O-Keynote vorgestellten neuen Infos aktualisiert haben.

Die erste Beta von Android N ist ab sofort über diese Website für eine Vielzahl von Nexus-Geräte von Google verfügbar.

Die finale Version wird später im Jahr erscheinen. Wir gehen von Herbst oder Spätherbst aus.

Android VR = Daydream: Headset und Controller

Google integriert in Android N auch alle für die Entwicklung von VR-Anwendungen notwendigen Schnittstellen unter dem Namen Daydream. Alle Smartphones, für die Android N verfügbar sein wird, werden damit auch bereit für VR-Apps sein.

Daydream: Referenzdesign von Google für VR-Headset und VR-Controller
Vergrößern Daydream: Referenzdesign von Google für VR-Headset und VR-Controller

Zusätzlich hat Google mit Daydream auch ein Referenzdesign für ein komfortabel zu tragendes VR-Headset und einen VR-Controller vorgestellt. Dieses Referenzdesign dürfen alle Smartphone-Hersteller verwenden, um ihre Smartphones mit VR-Brillen und -Controller auszuliefern.

Daydream: Folgende Partner sind bereits an Bord
Vergrößern Daydream: Folgende Partner sind bereits an Bord

Der VR-Controller ist klein und handlich und erkennt auch die Lage und Position der Hand des Anwenders. Eine besonders bequeme Navigation in der VR-Umgebung soll so möglich sein. Daydream wird ab Herbst verfügbar sein.

Endlich frei und autonom: Android Wear 2.0 - Neues OS für smarte Geräte

Android Wear 2.0
Vergrößern Android Wear 2.0

Mit Android Wear 2.0 stellt Google eine neue Version des mobilen Betriebssystems für smarte Uhren und andere smarte Geräte vor. Entwickler können ab sofort eine Vorabversion von Android Wear 2.0 herunterladen und Apps dafür entwickeln. Die ersten Geräte mit Android Wear 2.0 sollen ab Herbst 2016 auf den Markt kommen.

Wichtigste Neuerung bei Android Wear 2.0: Apps können völlig autonom auf einer Smartwatch laufen und benötigen nicht mehr eine Verbindung zu einem Smartphone. Zusätzlich kann aber künftig jede Smartwatch-App jede beliebige Infos aus einer Smartphone-App anzeigen.

Android Wear 2.0 bietet neuartige Eingabemöglichkeiten
Vergrößern Android Wear 2.0 bietet neuartige Eingabemöglichkeiten

"Wir haben aus den Erfahrungen und Wünschen der Nutzer bezüglich Android Wear in den vergangenen zwei Jahren gelernt", betont auch Google bei der Vorstellung von Android Wear 2.0.

Erhält der Anwender beispielsweise auf seiner Smartwatch eine Nachricht, dann kann er sie künftig direkt per Zeicheneingabe auf der Smartwatch beantworten, in dem er einen Buchstaben nach dem anderen auf dem Smartwatch-Bildschirm zeichnet. Alternativ ist auch eine Beantwortung per Spracherkennung möglich. Das Smartphone muss dafür nicht in der Nähe sein.

Auch für Anwender, die eine Smartwatch als Fitnesstracker verwenden, bietet Android Wear 2.0 spannende Neuerungen und Verbesserungen. Dazu zählt beispielsweise die automatische Erkennung der aktuellen Aktivität. Fitness-Apps können außerdem künftig alle durch die Sensoren gemessenen Daten miteinander austauschen. Eine Kalorien-App erhält damit etwa von der Lauf-App die Infos, welche Strecke der Smartwatch-Träger gelaufen und ist und kann dann auch mithilfe der vom Herz-Sensor gemessenen Daten die verbrauchten Kalorien errechnen.

Standalone-Apps für Smartwatches ist eine extrem wichtige Neuerung und verschafft Android Wear 2.0 einen wichtigen Vorsprung vor Apples Lösung. Die Android-Wear-2.0-Smartwatch muss lediglich eine Verbindung ins Internet via WLAN oder Mobilfunk besitzen.

Android Instant Apps: Android-Apps künftig auch ohne Installation verwendbar

Android Instant Apps
Vergrößern Android Instant Apps

Mit Android Instant Apps arbeitet Google derzeit an einer neuen Art und Weise, wie Anwender für Android entwickelte Apps erleben können. Nämlich direkt nach einem Klick auf einen Link, ohne die App auf dem Smartphone installieren zu müssen. Demonstriert wurde dies anhand eines Links, den der Anwender per Nachricht zu einem Video auf Buzzfeed erhält. Statt der Website mit dem Video öffnet sich eine Instant-App-Variante der Buzzfeed-Video-App. Dabei werden nur die Teile der Buzzfeed-App geladen, die aktuell benötigt werden und dann wird das gewünschte Video innerhalb der App abgespielt. Und das direkt und ohne eine Installation der Buzzfeed-Video-App.

Mit Android Pay bezahlen? Auch das geht künftig mit Android Instant Apps, ohne die Android-Pay-App installiert haben zu müssen.  Anderes Beispiel: Der Anwender kann in einer Stadt, in der er gerade Urlaub macht, die von dem U-Bahn-Betreiber bereitgestellte App zum Ticket-Kauf verwenden, ohne diese installieren zu müssen. Der Umweg über den Google Play Store entfällt und somit können auch spontan Android-Apps verwendet werden, ohne sich um eine Installation kümmern zu müssen.

Eine aktuelle Android-Version wird nicht benötigt. Android Instant Apps wird für alle Android-Versionen ab Android Jellybean verfügbar sein.

Aktuell macht Google noch keine Angaben zur Verfügbarkeit von Android Instant Apps. Von irgendwann später in diesem Jahr ist die Rede.

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