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Google-Glass-Autofahrerin entgeht Strafe

17.01.2014 | 10:55 Uhr |

Ein US-Verkehrsgericht hat entschieden, dass eine Frau nun doch keine Strafe wegen des Tragens einer Google-Glass-Brille beim Autofahren zahlen muss.

Im Herbst 2013 war die Software-Entwicklerin Cecilia Abadie beim Tragen einer Google-Glass-Brille während des Autofahrens von einer Streife angehalten worden und hatte einen Strafzettel erhalten. Abadie klagte dagegen und hat am Donnerstag vor einem US-Verkehrsgericht in San Diego gewonnen. Das Gericht kam zu dieser Entscheidung, weil nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte, dass die Autofahrerin Google Glass aktiviert hatte.

Eine Entscheidung darüber, ob die Nutzung von Google Glass beim Autofahren gestattet ist, wollte das Gericht nicht treffen. Bei diesem Fall ging es auch nicht um eine solche Entscheidung, denn die Autofahrerin hatte den Strafzettel erhalten, weil sie gegen das Verbot der Nutzung von TV- und Videobildschirmen im vorderen Bereich des Fahrzeugs verstoßen hatte. Das Gericht befand, dass das Verbot auch für Google Glass gelten könnte, aber es dafür den Beweis geben müsste, dass die Brille beim Autofahren tatsächlich eingeschaltet ist.

Cecilia Abadie, die während der Verhandlung demonstrativ auch ihre Google-Glass-Brille trug und alles aufzeichnete, hatte beteuert, Glass nicht aktiv genutzt zu haben. Experten erwarten, dass es weitere Gerichtsverhandlungen zum Thema Google Glass im Verkehr geben wird, zumal in diesem Fall auch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen wurde. Google selbst weist die Nutzer von Google Glass in einem Statement darauf hin, dass man Glass baue, um die Menschen mit der Welt zu verbinden und nicht, um sie von ihr abzulenken. Aus diesem Grund solle Google Glass verantwortungsvoll eingesetzt werden und dabei immer die eigene Sicherheit und die der anderen Menschen höchste Prioriät haben.

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