27.07.2012, 13:00

Benjamin Schischka

Google Fiber

100x schneller als DSL – Google verkauft Internet-Zugang

Google Fiber: Geschwindigkeitsvergleich auf fiber.google.com/about

Satte 1.000 MBit/s bietet Google bei seiner DSL-Alternative Fiber. Das ist 100x schneller als der Datenstrom, der durch viele deutsche Leitungen fließt. Die Sache hat leider einen Haken.
Google Fiber will Wartezeiten beim Surfen, Herunterladen, Hochladen und online Spielen auf Null reduzieren. Die Daten rauschen darum nicht durch herkömmliche Leitungen, sondern durch Glasfaser-Leitungen. Seit gestern kann man sich registrieren – Google bündelt Vorbestellungen in Distrikten. Der Distrikt mit den meisten Bestellungen erhält als erster seinen Fiber-Zugang. Aber 1.000 MBit/s sind nicht der einzige Vorteil von Google Fiber. Zusätzlich laufen hunderte TV-Sender über die Kabel und Kunden bekommen 2 TB Speicher, auf dem Sie gleichzeitig bis zu acht TV-Sendungen aufzeichnen können. Dazu gibt es gratis das Android-Tablet Nexus 7, das sich auch als Fernbedienung nutzen lässt. Die Einrichtungsgebühr beträgt stolze 300 Dollar, die monatlichen Kosten belaufen sich auf 120 Dollar. Wer auf das Fernseh-Paket verzichtet, bekommt „nur“ 1 TB Online-Speicher und zahlt 70 Dollar im Monat. Wer sich mit vergleichsweise langsamen 5 MBit/s zufrieden gibt, muss nur die Einrichtungsgebühr von 300 Dollar zahlen – wahlweise monatlich in Raten von 25 Dollar. Der eigentliche Internet-Zugang ist dann kostenfrei.
 
Der große Nachteil: Google Fiber gibt es derzeit nur in Kansas City als ein Pilotprojekt von Google. Wann Fiber in anderen Städten und Ländern kommen soll, ist noch nicht bekannt.
 
Zu Google Fiber haben die Mountainviewer ein sehr hübsches Video ins Netz gestellt. Es zeigt zuerst den langsamen Datenverkehr zu Modem-Zeiten als Stop-and-go-Stadtverkehr. Die Autobahn steht im Google-Video für den DSL-Zugang – hier werden Daten durchaus schon in Gigabyte-Paketen transportiert. Und Google Fiber ist der krönende Abschluss des Videos: Eine futuristische Anlage ohne Staus und Gedränge.
Einmal angenommen, Google würde morgen bekannt geben, dass Fiber nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kommt. Würden Sie vorbestellen?
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