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Google, Facebook und Rotes Kreuz suchen nach Erdbeben-Opfern in Nepal

27.04.2015 | 10:34 Uhr |

Die Erdbeben-Katastrophe in Nepal hat mindestens 3200 Menschen das Leben gekostet. Google, Facebook und das Rote Kreuz helfen mit Online-Tools bei der Suche nach Vermissten. Ein Video zeigt, wie das Mount-Everest-Basislager in 5400 Metern Höhe von einer Lawine überrollt wird, die durch das Erdbeben ausgelöst wurde. Update: Klassische Telefonleitungen funktionieren zeitweise.

Update 27.4., 10.35 Uhr: Klassische Telefonverbindungen funktionieren zeitweise

Am Sonntag war es zumindest zeitweise möglich von Deutschland aus Telefonnummern in der Nähe von Kathmandu anzurufen. Das hat PC-WELT soeben von einem betroffenen Nepalesen erfahren, der in Deutschland lebt. Und zwar per klassischer Telefon-Leitung, kein Skype/VoIP. Diese Verbindung funktionierte heute aber bei Redaktionsschluss nicht mehr.

Update Ende

Das Erdbeben hat auch die Telefon- und Internet-Verbindungen in Nepal schwer beschädigt. Insbesondere die „letzte Meile“ sei meist immer noch zerstört. Selbst in der Hauptstadt Kathmandu sind die Internetverbindungen oftmals gekappt. Und wenn das Internet doch  funktioniert, dann sind die Verbindungen meist sehr, sehr langsam. Dadurch werden die Rettungsarbeiten erheblich erschwert. Durch den Zusammenbruch der Stromversorgung fehlt den Menschen vor Ort zudem die Möglichkeit ihre Smartphones und Handys aufzuladen.
 
Online-Such-Tools sollen helfen  
Das Internationale Rote Kreuz, Facebook und Google haben haben trotzdem Online-Tools zur Verfügung gestellt, mit denen man das Schicksal von Betroffenen ermitteln soll.
 
Google hat eine Art Vermisstensuchmaschine namens Person Finder zur Verfügung gestellt. Auf dieser Webanwendung können Menschen Suchaufrufe nach vermissten Personen veröffentlichen. Am Montag hatte das Tool rund 5200 Einträge. Die Suche ist auch per SMS möglich.

Facebook wiederum hat Safety Check speziell für die Nepal-Katastrophe aktiviert. Damit kann man seinen Freunden mitteilen, dass man in Sicherheit ist und gleichzeitig fragt Facebook bei potenziell von einer Naturkatastrophe betroffenen Nutzern nach, ob sie okay sind.

Das Rote Kreuz hat eine Webseite veröffentlicht, auf der man Vermisste melden kann. Über diese Seite können Katastrophenopfer auch mitteilen, dass sie leben.
 
Openstreetmap wiederum versucht derzeit das Kartenmaterial für die Erdbebenregion zu verbessern. Damit sich die Helfer vor Ort besser zurecht finden können.

 
Nach den letzten Berichten tötete das Erdbeben am letzten Samstag mindestens 3200 Menschen in dem Himalaya-Staat. Das Epizentrum mit einer Stärke von 7,8 lag rund 80 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt  Kathmandu. Es folgten am Sonntag noch einige Nachbeben.
  Google-Manager stirbt bei Erdbeben  
Der Google-X-Manager Dan Fredinburg kam bei dem Erdbeben ums Leben, wie man auf Google+ erfahren kann. Er war als Bergsteiger am Mount Everest unterwegs. Seine Begleiter überlebten das Unglück.

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