1752560

Google-Ex-Chef warnt vor Drohnen als fliegende Spione

16.04.2013 | 10:22 Uhr |

Der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt findet Google vertrauenswürdig. Doch Drohnen werden bald zum Problem und brauchen Regulierungen, sagt er.

Wie theverge.com berichtet , habe Googles Ex-Chef und jetziger Executive Chairman Eric Schmidt in einem Interview vor den Gefahren der Drohnen gewarnt. Unbewaffnete und bewaffnete Drohnen würden zunehmend ein Problem in den nächsten Jahren werden. Beispielsweise sei dann in einem Streit mit dem Nachbarn denkbar, dass dieser sich eine frei erhältliche Beobachtungs-Drohne kaufe und sie den ganzen Tag über Ihrem Haus fliegen lasse. Wie würden Sie sich dabei fühlen, fragt Schmidt.

Google, fährt er fort, könne man trauen. Das Unternehmen gehe verantwortungsbewusst mit Technologie um. Zum Beispiel sei eine fortschrittliche Gesichtserkennung wegen Bedenken bezüglich der Privatsphäre und der Gesetzgebung nicht in Google-Produkte integriert worden. Google wolle keine Firma sein, derer man sich zum Stalking bediene, so Schmidt. Wenn eine gefährliche Technologie erst einmal eingesetzt werde, sei es schwer, sie wieder abzuschalten.

Noch ist der Einsatz einer Drohne den ganzen Tag lang Zukunftsmusik - zumindest gilt das für nicht-militärische Drohnen. So ist bei der kommerziellen Drohne von Parrot schon nach rund 10 Minuten der Akku leer. Um sie den ganzen Tag in der Luft zu halten - oder zumindest für einige Stunden - wären deutlich stärkere Akkus nötig. Vielleicht erwartet uns in den nächsten Jahren eine kommerzielle Drohne, die aus der Luft "betankt" werden kann, mit Hilfe einer weiteren Drohne. Oder es kommt eine Drohne, welche ähnlich wie Vögel Aufwinde zum Gleiten nutzen kann?

Halten Sie das für Science Fiction oder sind Eric Schmidts Warnungen berechtigt?

0 Kommentare zu diesem Artikel
1752560