1773576

Google-Ex-Chef warnt, zu viel Privates preiszugeben

27.05.2013 | 11:04 Uhr |

Vor allem Teenager sollten sich manchmal lieber zurückhalten, findet Eric Schmidt, Ex-Chef und nun Vorstandsvorsitzender von Google. Denn ihre Jugendsünden verfolgen sie sonst ein Leben lang.

Eric Schmidt, Vorstandsvorsitzender im Verwaltungsrat von Google, warnte gegenüber dem Telegraph davor, dass man nicht zu viele Daten von sich preis geben solle. Junge Menschen müssten nämlich ihr ganzes Leben mit den Konsequenzen eines unbedachten Moments kämpfen. Im Internet finde man später eine komplette Liste der indiskreten Meldungen aus der Jugend. Manche Menschen geben zu viele persönliche Informationen preis, so Eric Schmidt. Als Beispiel nennt er Eltern, die Ultraschallbilder ihrer Kinder veröffentlichen, noch bevor diese überhaupt einen Namen tragen.

Anonym Surfen mit Tools

Schmidt weist darauf hin, dass Google Suchanfragen nach einem Jahr lösche. Man habe bis jetzt noch keine Generation gehabt, deren Leben und Taten in vollem Umfang in Fotos und digital vorliegt, so Schmidt. Darum gebe es bei Google einen gewissen Punkt, an dem man mit Absicht Informationen über seine Nutzer vergesse. Das, so Schmidt, sei einfach das Richtige. Denn es gebe Situationen im Leben, die es besser nicht gäbe. Früher lernte man als Teenager aus seinen Fehlern und war als Erwachsener weit weg von den früheren Fehltritten. Jetzt sei das anders: Im Internet kann man sich die Fehler immer noch anschauen.

Doch Google wolle keine Online-Beiträge zensieren, fügt Eric Schmidt hinzu. Eine Ausnahme gelte nur für Aufforderungen extremistisches Material.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1773576