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Google Earth wird mit Videoclips erweitert

Der amerikanische Kabelanbieter Discovery Communications Inc. hat sich mit Google zusammengeschlossen und will nun historische Videoclips und Live-Streams aus aller Welt als Ergänzung der Google Earth Software anbieten.

Das weltweit mit 100 Netzwerken in 170 Ländern operierende Kabel-Unternehmen Discovery Communications Inc. hat sich mit Googles satellitengesteuerter Kartographie-Software Google Earth zusammengeschlossen. Um das Angebot zu erweitern sollen nun neben 3D-Darstellungen auch Videostreams bedeutender Plätze wie dem Yellowstone National Park, der Chinesischen Mauer oder dem Trafalgar Square übertragen werden.

In den nächsten Wochen finden Google Earth Nutzer an zahlreichen Punkten der Weltkarte sogenannte „Globe-Icons“ hinter denen sich ein Link zu zwei- bis vierminütigen Videoclips aus den Discovery-Archiven befindet. Zu Beginn ist dieses Angebot noch auf zehn amerikanische Nationalparks wie Yellowstone, Mount Rushmore und Dinosaur begrenzt, internationale Sites werden jedoch in Kürze folgen.

Discovery sucht schon seit geraumer Zeit nach Expansionsmöglichkeiten und scheint diese, nach einem mißglückten Internet-Lernservice, an der Seite von Google gefunden zu haben. Nachdem der Benutzer auf das Globe-Icon geklickt hat, wird er auf eine von Discovery gehostete Website weitergeleitet, so daß der Kabelanbieter auf diese Weise von Werbeanzeigen profitiert.

Da Microsoft und Yahoo jeweils eine eigene Kartographie-Software entwickeln, profitiert auch Google von der Kooperation mit Discovery und kann neben Premium-Inhalten ein weiteres Zusatzangebot verbuchen. Der nicht-exklusive Zusammenschluß läßt jedoch noch Raum für Inhalte der National Geographic Society , welche bisher auch über Google Earth zugänglich waren. Laut Direktor John Hanke wird die Software auch in Zukunft eine offene Plattform für interessante Inhalte bieten.

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