112156

Reaktionen von Mozilla, Microsoft und Opera

03.09.2008 | 15:41 Uhr |

Google hat mit Chrome einen eigenen Browser veröffentlicht, was natürlich auch zu Reaktionen bei Microsoft, Mozilla & Co. geführt hat. Die Konkurrenz reagiert - nach außen hin jedenfalls - gelassen.

Der Browser Google Chrome ist erschienen und erweist sich als äußerst flotter Browser, wie unsere Benchmarks zeigen . Die Konkurrenz sieht dennoch keinen Anlass zur Besorgnis. Hier die Reaktionen der Browser-Konkurrenten:

Opera
Opera-Chef Jon von Tetzchner sagte: "Wir sind nicht über Google als Wettbewerber besorgt." Außerdem fügte er hinzu, dass der Wettbewerb sich positiv auf alle Beteiligten auswirke. Auch einen Seitenhieb konnte er sich mit Hinblick auf einigen Chrome-Funktionen nicht verkneifen. "Es sieht so aus, als hätten sie einige Dinge von uns gelernt", sagte der Opera-Chef, der damit beispielsweise die Thumbnail-Ansicht von Sites meint, die Chrome anzeigt, wenn ein leerer Tab geöffnet wird. Auch die Positionierung der Tabs über der Adresszeile sei keine Google-Erfindung. Von Tetzchner: "Sie haben einige Ideen von uns übernommen. Aber ich bevorzuge es, wenn wir innovativ sind und uns andere folgen, als umgekehrt."

Microsoft
Dean Hachamovitch, Microsoft General Manager für den IE sagte: "Der Browser-Markt ist hart umkämpft. Aber die Leute werden sich für den Internet Explorer 8 entscheiden." Hachamovitch begründet dies damit, dass der IE 8.0 die Web-Dienste so anbiete, wie es sich die Anwender wünschen.

Mozilla
Gelassenheit auch bei Mozilla. Der für Firefox zuständige Mozilla-Chef John Lilly sagte: "Ihr Geschäft ist das Web und sie haben klare Meinungen darüber, wie die Dinge sein sollten." Lilly sagte außerdem, dass ihn die Entscheidung von Google, einen eigenen Browser zu veröffentlichen, nicht überrascht habe. "Sogar in einem noch härter umkämpften Umfeld bin ich optimistisch, was die Zukunft von Mozilla und das offene Web angeht", so Lilly und weiter: "Mit IE, Firefox, Safari, Opera, usw. besteht schon seit einiger Zeit Wettbewerb, der sich nun verstärkt." Das sollte für höheren Ansporn sorgen, dass man Software entwickelt, die die Leute lieben. "Firefox ist gut und wird nicht aufhören, besser zu werden", versprach Lilly.

Apple
Von Apple liegt bisher noch keine Reaktion auf Google Chrome vor. Obwohl Chrome die Rendering-Engine WebKit nutzt, die auch Safari verwendet. Apple hatte versucht, mittels iTunes die Werbetrommel für Safari for Windows zu rühren. Google hat eine bessere Methode: Chrome wird über Google.de & Co. angepriesen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
112156