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Nun wollen Fotografen klagen

11.04.2010 | 15:29 Uhr |

Während Google noch auf die Absegnung seiner Einigung im Copyrightstreit um das Digitalisierungsprojekt Google Books wartet, kündigt sich eine neue Klage an. Nach den Autoren und Verlegern, mit denen sich das Unternehmen einstweilen auf eine Vereinbarung verständigen konnte, wollen nun Fotografen und andere visuelle Künstler wie Grafiker einen Gerichtsstreit ausfechten.

Wie die New York Times berichtet, will die American Society of Media Photographers gemeinsam mit anderen Gruppen, eine Klage gegen Google einreichen. Das Digitalisierungsprojekt verletze ihre Urheberrechte, so der Vorwurf, der in vieler Hinsicht jenen Anschuldigungen gleicht, die Verleger und Autoren 2005 im Zuge einer Copyright-Klage vorgebracht hatten.

Die Verlage stimmten inzwischen einer 125-Mio.-Dollar schweren Vereinbarung mit Google zu. Sollte diese durchgewunken werden, so könnte der Internetkonzern mit seinem Digitalisierungsprojekt in die Gänge kommen. Allerdings sehen das die Fotografen gar nicht gerne. Sie hatten bereits versucht, bei der Vereinbarung zu intervenieren. Nachdem dies vom Gericht abgewiesen wurde, wollen sie jetzt eine eigene Klage einbringen.

"Wir suchen nach Gerechtigkeit und einer fairen Kompensation für visuelle Künstler, deren Arbeit in den zwölf Mio. Büchern und anderen Publikationen auftaucht, die Google bis dato illegal gescannt hat", sagt Victor Perlman, General Counsel American Society of Media Photographers.

Auch die Graphic Artists Guild, die North American Nature Photography Association und die Gruppe Professional Photographers of America sowie einzelne Fotografen und Illustratoren haben sich der Klage angeschlossen. Die Vereinbarung, die Google mit den Verlegern erzielte, hatte all diese Gruppen weitgehend ausgeschlossen. Für Rechtsexperten kommt es wenig überraschend, dass Google nun mit weiteren Gerichtsverfahren zu kämpfen hat.

(pte)

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