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Google: Altersnachweis-System für Südkorea geplant

18.05.2007 | 10:32 Uhr |

In Südkorea werden künftig wohl nicht mehr alle Nutzer von Google dieselben Ergebnisse erhalten. Das Unternehmen plant, einen Altersnachweis einzuführen. Anwender unter 19 Jahren soll so der Zugriff auf für ihr Alter ungeeignete Web-Seiten beziehungsweise die Suche danach verwehrt werden.

Altersnachweis-Systeme werden im Internet vornehmlich von Websites mit pornografischem Inhalt eingesetzt. Um Anwendern den Zugriff auf für ihr Alter ungeeignete Websites zumindest zu erschweren, plant nun Google, in Südkorea ein ähnliches System zu etablieren. Betroffen wären Anwender unter 19 Jahren, die dann bei der Eingabe von bestimmten Suchbegriffen nach einem Altersnachweis gefragt werden, bevor die Suchmaschine ihre Ergebnisse ausspuckt.

Die Liste umfasst laut Lois Kim, Google-Sprecherin in Seoul, derzeit rund 700 Begriffe. Diese wurde von der koreanischen Regierung erstellt und beinhaltet Wörter, die nach Ansicht der Regierung eindeutig in einem "erwachsenen" Kontext zu sehen sind. Dazu gehört etwa der Begriff "rape". Die Suche nach "Rape shelter" hingegen wäre weiterhin auch für jüngere Nutzer möglich.

Für den Altersnachweis müssen die Anwender ihren Namen sowie ihre nationale Registrierungsnummer eingeben. Diese Eingaben werden mit einer Datenbank abgeglichen. So kann zumindest festgestellt werden, ob die Angaben stimmen, nicht aber, ob der Junior die Daten seines Vaters eingetragen hat.

Google plant, das neue System zum 1. September zu starten. Ähnliche Systeme werden bereits von allen großen Suchmaschinenbetreibern in Südkorea genutzt.

Google: Anti-Zensur-Eingabe von Aktionären abgeschmettert (PC-WELT Online, 11.05.2007)

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