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244.237 Haushalte wollen nicht auf Google Street View

21.10.2010 | 09:11 Uhr |

Google hat die Zahl der deutschen Haushalte bekannt gegeben, die einen Antrag eingereicht haben, dass ihr Haus oder ihre Wohnung auf Google Street View unkenntlich gemacht werden soll.

Seit April 2009 dürfen Mieter und Hausbesitzer bei Google per Brief oder Online-Tools einen Antrag einreichen, um damit dafür zu sorgen, dass ein Bild ihres Hauses oder ihrer Wohnung zum Start von Google Street View in Deutschland unkenntlich gemacht wird. Google Street View wird in Deutschland mit folgenden 20 Städten noch in diesem Jahr starten:

Berlin, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal.

Damit Google Street View in Deutschland mit den genannten Städten noch in diesem Jahr starten kann, wurden seitens Google nur bis zum 15. Oktober Anträge für die Unkenntlichmachung von Häusern und Wohnungen in diesen Städten angenommen. Zwar können auch weiterhin Anträge eingereicht werden, aber zum Start werden nur die bis zum Stichtag eingereichten Anträge berücksichtigt.

Laut Angaben von Google gingen rund 244.237 Anträge von Mietern und Hausbesitzern aus den 20 deutschen Großstädten ein, mit denen Google Street View startet. Das entspräche 2,89 Prozent aller Haushalte in diesen Städten. Die Zahl der Haushalte in diesen 20 Städten liegt bei rund 8,5 Millionen Haushalten.

"Wir betreiben einen sehr großen Aufwand, um sicherzustellen, dass die Anträge richtig umgesetzt werden. Allerdings lässt sich bei derartigen Prozessen nicht garantieren, dass jeder Antrag, der uns erreicht hat, auch vollständig bearbeitet werden kann", heißt es seitens Google. So lasse sich beispielsweise in einigen Fällen die angegebene Adresse nicht eindeutig zuordnen, die Angaben seien nicht lesbar oder die Beschreibungen des Gebäudes seien nicht eindeutig.

"In diesen Fällen kann uns der Antragsteller unbefristet mitteilen, das Bild unkenntlich zu machen, indem er eine in Street View integrierte Funktion nutzt, welche zeitgleich mit Einführung des Dienstes zur Verfügung stehen wird - wir bearbeiten den Antrag dann so schnell wir können", verspricht Google. Dasselbe gelte für Gesichter und Autokennzeichen, die mit Hilfe einer Technologie vorab automatisch unkenntlich gemacht werden. In Fällen, in denen die Unkenntlichmachung nicht ausreiche, könne ebenfalls die in Google Street View integrierte Funktion genutzt werden, um die Unkenntlichmachung zu beantragen.

In Kürze wird Google die Details zum Start von Google Street View in Deutschland verraten.

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